Kampagne für ein antirassistisches Zentrum macht weiter!

Einladung zum offenen Plenum

Nach der Räumung des Hauses der Begegnung in Essen macht die Kampagne ZAP weiter. Am Mittwoch 16.9.20 findet um 18 Uhr ein offenes Plenum im AZ Mülheim statt. 

„Die Kampagne für ein antirassistisches Zentrum in Essen ,Kampagne ZAP‘ lädt ein zum offenen Plenum. Uns gibt’s seit knapp einer Woche und wir freuen uns auf alle, die mitmachen wollen.“
#zapessen

Blog der Besetzis mit Texten:
https://zentrumantirassistischerpolitik.blackblogs.org/

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Instagram Kampagne:
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Pressemitteilung der Kampagne ZAP

ZAP statt ZAB
Kampagne für ein Zentrum für antirassistisches Politik – Kampagne ZAP – macht weiter!

In der Nacht vom 06. auf den 07.09 haben Aktivist:innen das seit drei Jahren leerstehende Haus der Begegnung am Weberplatz in Essen besetzt. Sie forderten ein selbstverwaltetes Zentrum für antirassistische Politik. In ihrer Verlautbarung kritisierten sie die rassistische Law-and-Order-Politik in Essen. Sie wollten mit dem ZAP den von Rassismus Betroffenen langfristig eine Plattform geben, um sich gegen die rassistischen Zustände zur Wehr zu setzen. Die Aktivist:innen bemängelten außerdem einen generellen Mangel an unkommerziellen Räumen zur Selbstentfaltung. Die Aktivist:innen verstanden sich als loser Zusammenschluss, basisdemokratisch und hierarchiefrei organisiert, sowie mit einer klaren Haltung gegen Kapitalismus und Patriarchat.

Das Gebäude wurde bereits in der Nacht zum Dienstag von mehreren Polizeihundertschaften geräumt. Der Kampagne für ein antirassistisches Zentrum (Kampagne ZAP), die sich morgens als Unterstützer:innenstruktur vor dem Haus gegründet hatte und von den Besetzer:innen beauftragt wurde Verhandlungen mit der Stadt zu führen und Öffentlichkeitsarbeit zu machen, erklärte gegen Mittag ein städtischer Mitarbeiter, dass die Aktivist:innen im Haus bis 17 Uhr Zeit hätten zu überlegen, ob sie das Gebäude freiwillig verlassen wollten. Gegen 16 Uhr bekamen wir die Information, dass bereits Strafantrag gestellt worden sei und die Räumung ab jetzt vorbereitet würde. Von städtischer Seite kam nach besagten Mitarbeiter des Bauamts noch die Gleichstellungsbeauftragte zum Weberplatz. Sie sagte von Anfang an, dass sie nicht verhandeln könne, sondern bloß für Prozesse nach der Räumung zur Verfügung stehe. Der Gesamteindruck der Kampagne ist, dass die Stadt, sowohl Politik als auch Verwaltung, sich lieber wegduckten, und ohne Gesprächsabsicht eine Räumung beschlossen. Wir bedauern dies sehr. Der Prozess auf dem Weberplatz war eben erst in Gang gekommen. Interessierte Gruppen und Einzelpersonen aus dem Stadtteil und darüber hinaus waren zum Weberplatz gekommen und disktutierten beim offenen Plenum um 14 Uhr über mögliche Perspektiven. 
Die am frühen Abend begonnene Räumung zog sich bis tief in die Nacht. Einige Aktivist:innen hatten sich im Gebäude mit sogenannten Lock-Ons festgemacht, um die Polizei zum Abbruch der Räumung zu bewegen. Mit derselben Absicht hatten sich zwei Personen aufs Dach zurück gezogen, wo sie gegen 4:30 Uhr aus gesundheitlichen Gründen die Besetzung abbrechen mussten. 
Von den 15 Aktivist:innen, denen jetzt eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch droht, verweigerten fünf Personen die Personalienfeststellung. Aus Solidarität mit Menschen, die keinen Pass haben und an der Aktion für ein Anti-Rassistisches Zentrum nicht teilnehmen konnten, wollten sie damit ein Zeichen unter anderen für die von ungeklärtem Aufenthaltsstatus bedrohten Menschen im Nordviertel setzen. Von diesen 5 Personen wurden 4 in die Gefangenensammelstelle (Gesa) im Polizeipräsidium Essen, 1 Person nach Dortmund gebracht. Wieso die Person dorthin verlegt wurde ist nicht bekannt, dennoch kann man von Einschüchterungstaktiken seitens der Polizei ausgehen. Bereits während der Räumung war die Polizei der Lage nicht gewachsen und sägte einer Person beim Lösen des Lock-Ons in die Hand. Eine andere weibliche Person erlitt einen Nervenzusammenbruch und wurde von männlichen Polizisten körperlich angegangen und durchsucht und ohne medizinische Versorgung mit einem Beamten in einen Gefangenentransporter gesperrt, während ihre Schreie über den ganzen Weberplatz zu hören waren. Gegen die Teilnehmer:innen der Solidaritätskundbung vorm Haus wurde zudem Pfefferspray eingesetzt.

In den Gefangenensammelstelle wurden Aktivist:innen durch Verweigerung lebensnotwendiger Medikamente genötigt ihre Personalien anzugeben. Dabei wurden Trans:personen ihre Hormone verweigert, sowie einer weiteren Person ein lebenserhaltendes Medikament. 
Die letzten Gefangenen kamen am Donnerstag den 10.09. frei. Die verlängerte Gefangennahme ermöglichte das neue Polizeiaufgabengesetz. Um die Freigelassenen mit Umarmungen zu empfangen und gegen die unverhältnismäßigen Repressionen gegen die Besetzer:innen zu demonstrieren hatten wir vor dem Essener Polizeipräsidium seit Dienstag morgen eine Dauermahnwache angemeldet. Auch in Dortmund wurde von Aktivist:innen eine Mahnwache organisiert. Wie die Besetzer:innen waren auch die Aktivist:innen an der Mahnwache in Essen dem autoritärem, herablassenden, maskulinistischen Gehabe der Beamten und ihren willkürlichen Entscheidungen ausgesetzt. Da die Beamt:innen vor Ort die Rechtslage nicht kannten, war es uns nur durch ständigen Kontakt mit unserem Anwalt möglich, die Mahnwache weiter durchzuführen. Die Polizei versuchte uns derweil mit illegitimen Personalienkontrollen, falschen Vorwürfen im Rahmen des Corona-Schutzgesetzes (wobei es die Beamt:innen waren, die regelmäßig keine Masken tragen), sowie rechtlich unhaltbaren „Platzverweisen für ganz Essen“, Räumungsdrohungen, Verweigerung von Regenschutz („Pavillon abbauen“) etc von der Ausübung des Versammlungsrechts abzuhalten. 

Das Haus der Begegnung ohne Verhandlungen zu räumen ist ein Armutszeugnis für die Essener Lokalpolitik vor den Kommunalwahlen und offenbart die leeren Lippenbekenntnisse der Stadtspitze in Bezug auf die von Rassismus betroffenen Menschen – seien es Menschen in Kettenduldung oder Geflüchtete. Essen ist zudem immer noch kein sicherer Hafen. 

Auf dem Weberplatz sind bereits viele Kontakte entstanden und die Kampagne ZAP wird weiter für ein selbstverwaltetes Zentrum kämpfen. Mit kreativen Aktionen und Störungen des zynischen Status Quo.

Alle die daran mitarbeiten wollen, sind herzlich eingeladen sich mit uns über unsere Social Media Kanäle

https://twitter.com/kampagnez / https://www.instagram.com/kampagne_zap / https://www.facebook.com/KampagneZAP oder per mail: kampagnezap(at)protonmail.com in Verbindung zu setzen.

Das Anti-Rassismus Telefon erklärte sich in einer Pressemitteilung solidarisch und schrieb:

„Die Forderungen der Aktion sind plausibel und notwendig und werden vom Anti-Rassismus-Telefon solidarisch unterstützt. Ein selbstverwaltetes, soziokulturelles Zentrum in Essen mit dem Schwerpunkt antirassistischer Arbeit würde den Menschen im Stadtteil und der ganzen Stadtgesellschaft sehr gut tun. „

FREISPRUCH! MITARBEITER:INNEN DES AZ-MÜLHEIMGEWINNEN PROZESS

Pressemitteilung AZ Müheim von 27. August, 2020.

Liebe Freund*innen des AZs,
Im Folgenden berichten wir vom erfolgreichen Verlauf des Prozesstermins gegen die zwei Mitarbeiter*innen des AZs am vergangenen Montag, den 24.08.2020. Darunter dokumentieren wir das Schlusswort der freigesprochenen AZ-Mitarbeiterin. Zuletzt verweisen wir auf einen sehr informativen Redebeitrag über das Gewaltproblem der Essener Polizei, welchen es beim Protest gegen Polizeigewalt und Repression am selbigen Tag zu hören gab. Unter dem Link, den ihr ganz unten findet, kann der Beitrag angehört werden.

Mit dem Ergebnis des Gerichtsprozesses am 24. August konnten unsere beiden angeklagten Mitarbeiter*innen endlich etwas aufatmen. Zwar wurde vorerst nur eine der Angeklagten vollends freigesprochen, der Vorwurf des Widerstands wurde jedoch für beide fallengelassen. Leider müssen wir deshalb im Herbst noch einmal vor Gericht, um über den übriggebliebenen Vorwurf der Beleidigung zu verhandeln.

Ausschlaggebend für den Freispruch war, dass beide befragten Polizeibeamt*innen aussagten, sie hätten die Angeklagten als Zeug*innen belehrt und ihre Personalien für die Aufklärung einer Straftat benötigt. Laut §163b StPo dürfen Zeug*innen allerdings nicht zur Personalienabgabe professionals gezwungen werden. Die Polizist*innen handelten also rechtswidrig und wussten augenscheinlich nicht über die Rechtslage Bescheid. Eine mehr als besorgniserregende Tatsache.

Im Laufe der über sechsstündigen Verhandlung gab es weitere Hinweise auf ein Fehlverhalten der Polizei. Schon der erste Zeuge, der die Polizei selbst gerufen hatte, weil er nach seinem Rauswurf von einem Unbekannten geschlagen worden sei, belastete diese schwer. Über die Festnahme des Angeklagten sagte er aus: „Einer kniete in seiner Kniekehle, ein zweiter im Rücken, der dritte an seinem Kopf.“ Während der Angeklagte bereits fixiert war, habe ein Polizist ihm ins Gesicht geschlagen, bis einer seiner Kollegen rief, dass es reiche. Derselbe Zeuge hat an dem Abend keine Personenbeschreibung seines Angreifers abgegeben. Ohnehin habe sich die Polizei nach ihrer Ankunft nicht mehr für ihn interessiert und verwies ihn stattdessen des Geländes. In der Akte findet sich aber eine Personenbeschreibung, auf welche die Polizist*innen vor Gericht zurückgriffen. Dabei kamen sie selbst durcheinander und gaben an, der Beschuldigte habe Dreadlocks gehabt, obwohl dies in der Akte nicht vermerkt war.

Von den Verteidiger*innen gab es zudem Kritik wegen formaler Mängel im Verfahren. Etwa, dass es keine zeugenschaftliche Vernehmung der Polizist*innen gegeben hatte. Stattdessen fertigten die am Einsatz beteiligten Beamt*innen lediglich ihre eigenen Aktenvermerke ohne zum Einsatz befragt worden zu sein. Ein Verteidiger rügte außerdem die Ausdrucksweise des Einsatzleiters vor Gericht. Der Einsatzleiter gab an, der Angeklagte habe „so ein bisschen in seinem Blut gelegen“, nachdem er ihn geschlagen hatte. Auf die Frage der Verteidigung, ob er nicht anders hätte reagieren können, erwiderte der Einsatzleiter lapidar, da „gebe es keine Regeln“. Das könne er so machen.

Dem AZ-Mitarbeiter wurde weiterhin vorgeworfen, den Einsatzleiter bespuckt zu haben. Bemerkenswert ist, dass der Polizist das bespuckte Hemd, das einzige potentielle Beweisstück, nicht aufhob, sondern entsorgte. Fotos existieren ebenfalls keine. Zusätzlich wurden die morgens auf der Polizeiwache Essen erkennungsdienstlich angefertigten Fotos, weder von Polizei noch der Staatsanwaltschaft, der Ermittlungsakte beigefügt. Auf den Bildern sind umfangreiche Verletzungen des AZ Mitarbeiters zu sehen, die der von den Beamt*innen geschilderten Geschichte widersprechen. Erst auf wiederholtes Betreiben der Verteidigung forderte das Gericht die Bilder an, so dass sie in der Verhandlung in Augenschein genommen werden konnten. Bei der später erzwungenen Blutentnahme beider AZ-Mitarbeiter*innen tat sich ein weiterer Rechtsbruch der Beamt*innen auf. Die Blutentnahme muss zuvor von einem Gericht oder der Staatsanwaltschaft angeordnet werden, während dies hier einfach der Dienstgruppenleiter der Polizei entschied. Zum Ende der Befragung des Einsatzleiters wollte die Verteidigung wissen, ob er sich bei den Angeklagten für das überzogene Verhalten entschuldigen wolle. Er entgegnete, dass AZ solle sich bei der Polizei entschuldigen, da es aus einer Lappalie solch einen Aufstand machen würde.

Der Prozess hat klar gezeigt, dass es sich hier nicht um eine Lappalie handelt. Die Polizist*innen begingen, neben der überzogenen Gewalt, eindeutige Rechtsbrüche. Aufgrund dessen wollen die Betroffenen nun die Polizist*innen wegen Körperverletzung im Amt anzeigen.

Keine Lappalie war das vergangene Jahr auch für die übrigen AZ-Mitarbeiter*innen sowie unsere Unterstützer*innen. Kaum wurde der Polizeiübergriff öffentlich bekannt, wurden die Mitarbeiter*innen öffentlich vorverurteilt. Rechte und Konservative im Stadtrat forderten prompt dem AZ die Fördermittel zu kürzen. Hieran zeigt sich einmal mehr, wie schwierig es ist gegen die Darstellung der Polizei anzukommen, (strukturelle) Probleme innerhalb dieser öffentlich zu kritisieren und schließlich auch Polizeigewalt als solche zu benennen.

Die Folge dieser Vorverurteilung war, dass unsere gesamte Arbeit als Jugendzentrum in Frage gestellt wurde und wir diese in den darauffolgenden Monaten vor Parteien und im Jugendhilfeausschuss verteidigen mussten. Damals beklagte die Polizei in einem WAZ-Artikel sie werde durch unsere Pressemitteilung derart falsch dargestellt, dass es dem Ruf der Polizei schaden könne. Sie reichte deshalb eine Verleumdungsklage gegen das AZ ein, welche aber eingestellt wurde. Tatsächlich war es genau anders herum. Während die Polizei Rückendeckung bekam, stand das AZ unter Generalverdacht. Der Fall wurde sogar bis in den Innenausschuss des Landtags getragen, wo die AfD die Anfrage stellte, wie viele Straftaten am und ums AZ-Gelände in den letzten Jahren begangen worden seien und ob das AZ und seine Besucher*innen vom Verfassungsschutz beobachtet würden.

Dabei ist das AZ ein fester Bestandteil der Jugendarbeit in Mülheim, sitzt in verschiedenen Jugendausschüssen und kam regelmäßig mit Polizei und Ordnungsamt zu einem Runden Tisch zusammen, um sich auszutauschen. Wir erwarten, dass das Urteil auch in der Mülheimer Stadtpolitik ein Echo hat und den Diskussionen um eine willkürliche Kürzung unserer Fördermittel damit ein Ende gesetzt wurde.
Die Gewalt gegen das AZ als linkes Jugendzentrum reiht sich ein in zahlreiche Fälle von -oftmals rassistischer- Polizeigewalt, die sich die Polizei Essen hat zu Schulden kommen lassen: Die Erschießung von Adel B. durch eine verschlossene Tür vor gut einem Jahr in Altendorf. Das Zusammenschlagen von Omar A. und seiner Familie in der eigenen Wohnung im April diesen Jahres. Oder im März, die Kriminalisierung und Misshandlung einer schwarzen Familie auf dem Essener Polizeirevier, die nur dort war, um selbst eine Anzeige wegen Diebstahls zu stellen. Auch hier rechtfertigte die Polizei ihr Verhalten, indem sie den Betroffenen Widerstand und Beleidigung vorwarf. Dies sind nur einige Fälle, die veranschaulichen sollen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern dass es in der Polizei Essen ein Problem mit Gewalt und Rassismus gibt.

Wir hoffen, dass dieser detaillierte Bericht anderen Betroffenen von Polizeigewalt eine rechtliche Stütze sein kann und das Urteil dazu beiträgt, endlich eine unabhängige Ermittlungsbehörde für Fälle von Polizeigewalt einzurichten, damit beim Verdacht auf polizeiliches Fehlverhalten das Ermitteln von Polizist*innen gegen andere Polizist*innen ein Ende hat.

Anschließend dokumentieren wir hiermit das Schlusswort der freigesprochenen AZ-Mitarbeiterin:
„Rückblickend gewinne ich den Eindruck, dass das ausufernde Verhalten der Beamt:innen am Morgen des 08.06.2019 auch daher rührte, dass sie wussten, dass es sich beim Autonomen Zentrum Mülheim um ein linkes Jugendkulturprojekt handelt, welches auch kritische Stimmen bezüglich der Polizei und dem Militär beherbergt.

In einer sich selbst als frei bezeichnenden Gesellschaft kann es aber doch nicht sein, dass Kritiker*innen von etwa Polizeibehörden auf Grund ebendieser kritischen Positionen, sobald sie nur verbalisiert werden, mit solchen Sanktionen zu rechnen haben wie wir am besagten morgen bis heute.

In einer sich selbst als frei bezeichnenden Gesellschaft sollte es möglich sein, die sogenannte „Cop Culture“ zu problematisieren: also den Korps-Geist der Polizei, ihre Verrohung und ihre Männlichkeit, sowie die autoritäts-basierten Persönlichkeitsstrukturen, welche die Polizei als Institution in ihrer aktuellen Beschaffenheit hervorbringt. Es muss möglich sein, offen darüber zu sprechen, dass die Polizeibehörden Menschen mit rechten und gewaltaffinen Tendenzen anziehen. Wenn doch immer wieder rechtsradikale Netzwerke in der Polizei, oder auch in der Bundeswehr, aufgedeckt werden, können wir uns nicht hinsetzen und so tun, als wäre alles in Ordnung mit unseren Behörden.
Es sollte möglich sein, diese kritischen Positionen zu vertreten, ohne dass sie geahndet werden. Vielmehr sollten auch kontroverse Positionen Gehör und Wertschätzung finden, denn sie sind eine Beteiligung an politischen Diskursen und der Ausgestaltung dieser Gesellschaft.

Des Weiteren schließt eine kritische Position keineswegs einen professionellen Umgang mit Beamt*innen aus, so wie wir ihn als Mitarbeiter:innen eines Jugendkulturprojektes pflegen – und so haben wir uns an dem Morgen auch gezeigt.
Interaktionen zwischen dem Autonomen Zentrum und der Polizei sind keine Sensation, denn es handelt sich auch um einen Veranstaltungsort, und wie an allen Veranstaltungsorten, kommt es dementsprechend ab und zu Polizeieinsätzen, mit denen wir einen alltäglichen und professionellen Umgang haben. Für gewöhnlich schafft auch die Polizei es in diesem Kontext, sich an diesen zu halten.
Außerdem setzt sich das Autonome Zentrum regelmäßig mit der Polizei, dem Ordnungsamt und dem Jugendamt an einen runden Tisch, um etwaige Komplikationen, Lärmbeschwerden oder sonstige Vorkommnisse im Alltagsgeschäft besprechen zu können.
Das alles unterstreicht, dass es unsererseits keinen Anlass gegeben hätte, aggressiv zu sein. Und nicht zuletzt hätte ich das Tor, vor welchem die Beamt:innen standen, nicht selbst und persönlich aufgeschlossen, wenn ich als Mitarbeiterin einen Grund dafür gehabt hätte, zu befürchten, dass eine reguläre Begegnung zwischen der Polizei und uns Mitarbeiter:innen so aus dem Ruder laufen würde.
Es stellt sich also die Frage, wie die Situation so aus dem Ruder laufen konnte, man davon ausgeht, dass es sich für mich, die ich das Tor überhaupt erst aufgeschlossen habe, um einen regulären Einsatz handelte, welchem ich als Mitarbeiterin auch wie gewohnt gesprächsbereit begegnet bin.

Eskaliert wurde die Situation, weil ich und andere es sich herausgenommen haben, während einer polizeilichen Maßnahme auf ihre Unverhältnismäßigkeit aufmerksam zu machen. Für einen Zusammenhang, der sich über seine Autoritätsposition definiert, scheint schon das einen solchen Affront darzustellen, dass die Reaktion auf dem Fuß folgte: Wir bekamen die physische und psychische Gewalt zu spüren, welche diese Autorität in Nachhinein wieder manifestieren sollte. Mit den Schäden müssen wir bis heute selbst zurechtkommen.
Anzeige erstattet habe ich nach dem Vorfall erst mal nicht, obwohl ich oft danach gefragt wurde. Manchmal, und so auch heute, wurde es mir sogar negativ ausgelegt, als ob das ja zeigen würde, dass ich etwas zu verbergen hätte oder die Vorwürfe haltlos wären.
Ich habe mich diesbezüglich nach dem Vorfall anwaltlich beraten lassen. Aber die marginalen Chancen auf Erfolg bei einer Anzeige gegen Polizeibeamt:innen, die Kosten, die dadurch entstehen, sowie die psychische Belastung durch den Mehraufwand haben überwogen, sodass ich mich ursprünglich dagegen entschieden habe.

Zudem ist es nun mal ein markantes Merkmal von Polizeigewalt, dass, wenn Betroffene sich äußern, sie in der Regel mit einer sogenannten Gegenanzeige zu rechnen haben. Und wenn es Wort gegen Wort steht kann eine nicht-Polizistin wie ich nicht davon ausgehen, dass ihr Wort so viel zählt wie das eines Beamten.

2019 wurde eine aufwendige Studie eines Kriminologen der Ruhr Uni Bochum mit dem Namen „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ veröffentlicht, es ist die bisher größte Untersuchung von rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland. Das Ergebnis unterstreicht, was ich meine: Jährlich werden etwa 2000 Übergriffe durch die Polizei bearbeitet, die Studie geht von einer Dunkelziffer von 10.000 Fällen aus. Und auch von den 2000 Fällen, die die Staatsanwaltschaft erreichen, münden nur weniger als 2% der Fälle in Gerichtsverfahren.
Die in der Studie benannten Gründe für die wenigen Anzeigen gegen die Polizei spiegeln meine eigenen Sorgen und ja offensichtlich auch meine in diesem Fall bisher gemachten Erfahrungen wieder.

Und nicht zuletzt habe ich keine Anzeige gestellt, weil ich ganz einfach nicht davon ausgegangen bin, dass der uns betreffende Fall dazu führen würde, dass tatsächlich wir nun hier sitzen und diejenigen sind, die sich verantworten müssen.
Ich wurde eines Besseren belehrt: Dass wir überhaupt als Angeklagte hier sitzen ist der Beweis dafür, dass der wortführende Polizist seine Drohung wahrgemacht hat, uns eine Straftat anzuhängen, wenn wir nicht spuren, uns nicht seinen unverhältnismäßigen Maßnahmen hingeben. Außerdem ist es der Preis, den wir dafür zahlen, das Verhalten der Polizei öffentlich kritisiert zu haben. Auch heutzutage scheint das ein Tabu zu sein, um dessen Erhalt sich die Polizei wahrlich bemüht.

Dieses Ausmaß der Repression sorgt dafür, dass ich mich nun doch gezwungen fühle, Anzeige zu erstatten gegen die Polizeigewalt, die ich erlebt und beobachtet haben. Und das obwohl die Erfolgsaussichten verschwindend gering und die Kosten hoch sind. Das fühlt sich widersprüchlich an, aber es ist die einzige Handlungsoption, die mir bleibt.

Ich hoffe, dass dieser Fall, so belastend er für mich und alle weiteren Beteiligten auch war und weiterhin ist, zumindest ein Schritt dafür sein wird, dass die Öffentlichkeit und verschiedenste Stellen sich weiter für die Einrichtung einer unabhängigen Behörde zur Untersuchung von Polizeigewalt einsetzen. Ich hoffe, dass es in Zukunft und mit Hilfe einer solchen Behörde Menschen ermöglicht wird, angstfrei Kritik auch an der Polizei und ihren Maßnahmen sprechen zu können.

Danke, dass Sie mir zugehört haben.“

„Die Verzichtbaren“ – ein kurzer Servicepost über Soforthilfe und später

Meryem Erkus, Kuratorin aus Köln, schlägt bei Facebook vor, dass wir (also die Künstler*innen aka Solo-Selbstständige) sich Soli-Shirts mit der Aufschrift „die Verzichtbaren“ drucken. Das wirkt angemessen. Die Autor*in dieses Textes hielt sich in ihrer Arbeit allerdings schon vorher für verzichtbar, beziehungsweise gleich überflüssig.

Kunst- und Gesellschaftsarbeit im eigenen Auftrag“, so fassten wir bei manchem Netzwerk X treffen unsere Arbeit zusammen. Als die 2000€ Soforthilfe ausgerufen wurden, war ich nicht davon betroffen. Na klar – ich könnte im Nachhinein Verträge schreiben und mir die Hutgagen zurückholen. Aber wer hier von was wie betroffen ist, ist ja grad die Schlüsselfrage. Es ist ja schon ein verlockendes Bild die Coronarisierung der Welt als eine überall gleiche und deshalb überall anders wirksame zu betrachten. Möchte 1 dieses Szenario dekorieren, dann kann es als große Sichtbarmachung der Unterschiede zwischen allen gesehen werden und gleichzeitig die distanzierende Solidarität als Ausdruck kommunistischer Beziehungsweisen.

Bin ich etwa schon von der Staubkorn- zur Universumsebene gewechselt? Nun. Gut, dass die 2000€ Soforthilfe da waren und dann auch schnell weg waren (schlecht). Vieles ist wohl weg und damit meine ich auch das Geld. Ich nehme mal an, free cartoon porn games dann sind die üblichen Fördergeber*innen von Stadt-Land-Fluss bald auch noch mehr Pleite. In der Stadt Essen gilt schon die Haushaltssperre light und irgendwie fehlt mir die Vorstellungskraft mir einen NRW Landeshaushalt 2021 vorzustellen. Kultur ist eine after night falls freiwillige Aufgabe und kann deswegen schmerzfrei verschwinden: Die Verzichtbarkeit ist also in den Haushalten schon eingeschrieben.

Ob die Lösung für dieses Dilemma (welches, hab ich denn 1 Spezifisches zum Trocknen aufgehängt?) ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ist, welches über Petitionen zur Verhandlung erbeten, statt auf der Straße erkämpft ist? – Ich bin ja keine Reformist*in, aber ich helfe gern, also beginnen wir doch bitte die Verhandlungen mit Maximalforderungen, statt knapp über dem Hartz-4-Satz.

Mein Lieblingskampfschauplatz für Künstler*innen ist allerdings das allgemeine Lohnniveau und die viel zu langen Arbeitszeiten. Denn es gibt keinen anderen Kunstbegriff, als den der verzichtbaren Zumutung und somit bräuchten die Menschen, die keine Kunst machen sondern sie rezipieren wollen, mehr Zeit, weniger Stress und mehr Geld für meinen Hut.

Oh, sorry, das war ja ein Coronarisierungs-Servicepost. Ja, es darf nichts stattfinden. Plant ihr schon eine Baumumarmungsaktion, eine Fahrradtour, einen Audiowalk, ein Radiokonzert mit Rückrufaktion, Kreideverschenken auf dem Markt, Schlange-Steh-Demonstration beim Eisladen, Crowdfunding für den Pleite-Laden, queerkommunistische Weltrevolution?

Kontext ist Queen und ich hoffe ihr habt einen, im sozialen und gedanklichen Sinn.

Liebe Grüße
Joscha X Ende

 

Hier der Brief der „Kulturschaffenden“ an die Landesregierung zur Erweiterung der Soforthilfen

https://www.fixpoetry.com/feuilleton/kolumnen/2020/offener-brief-der-kulturschaffenden-in-nrw-an-die-landesregierung-donnerstag-16-april-2020

Hier Gerhart Baum über die Soforthilfe des Bundes und das Rausfallen der freien Künstler*innen

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/gerhart-baum-zu-soforthilfe-fuer-kuenstler-100.html

Hier eine Petition

https://weact.campact.de/petitions/corona-soforthilfe-nrw-soforthilfebeschrankungen-andern-und-rechtssicherheit-schaffen

Hier was von Verdi

https://medien-kunst-industrie.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++c7f660b8-8142-11ea-8196-001a4a160110

Oder gleich ein einstündiges Erklärvideo zur NRW Soforthilfe für Solo-Selbstständige

https://www.youtube.com/watch?v=3PWnKk6LGpU

Termintips von der Konferenz

6.3. Kunsthaufen presents Traumwelten
ab 19 Uhr
Kulturwerkstatt, Dortmund

6.3. Anti-Knast-Café
Alibi-Essen jeden 1ten Freitag im Monat <3

8.3. Feministischer Streik überall

9.3-30.3. SG1, Duisburg
Waldbaden – Mitbringausstellung

24.4.-2.5. AntiFRAKtour
Filmtour durch das Ruhrgebiet

30.4. – 20 Uhr – Moers, Hbf
Nachttanzdemo – „Die große Schlafwandlung“
Die Träume brauchen (Frei-)Räume
(Das W/Ifat)

15.8. Witten
„Unmöglich Festival“
Markt der Unmöglichkeiten (Initiativen-Vernetzung)

ROTZFRECHE ASPHALTKULTUR
22.5. Hameln
28.5. Marl
29.5. Dortmund-Dorstfeld
30.5. Essen-Steele

1.6 AZ-Mülheim
Antifa Tagung NRW
20.6. Asta-Keller Krefeld
Vorträge: Pegida NRW (RiseUp)
Die Rechte (Antifa 107)
Bürgerwehr und Fußball (Antifa Essen-West)
Identitäre Bewegung in NRW (Antifa Bochum)
Kampf gegen die AfD (Nika NRW)
Vernetzung, Abschlussdiskussion und Strategieentwicklung

Programm : Konferenz der kleinen Orte & freien Kollektive 2020

Alle Infos zur Konferenz findet ihr hier: netzwerk-x.org/konferenz
Hier gibt’s das Programm als PDF.
Und ganz unten alles als Bilder.

Samstag, 29.02.2020

13 Uhr
* Ankommen im Druckluft – Am Förderturm 27, Oberhausen

13.30 – 15.30 Uhr
* Plenum – Vorstellen, Kennenlernen, Erfahrungsaustausch

15.45 – 16.30 Uhr im Druckluft
___* STOP! Re_producing internalized colonialism in artistic and political spaces.
___* STOPPT! Die Re_Produktion des internalisierten Kolonialismus in Kunst- und Politräumen.

How to avoid gatekeeping? How to open the white space? How to confront oneself with internalized racist views? How to emancipate and open up? Who has the power to interpret what may be perceived as racist („Wer hat die Deutungshoheit darüber, was also rassistisch empfunden warden darf?“ – Iris Rajanayagam „Weiße Räume öffnen – Möglichkeiten und Grenzen“).

Kurzvortrag mit anschließender Gesprächsrunde
von Rosh Zeeba, Filmemacherin/Videokünstlerin, Hamburg / Ruhrgebiet

* Eine ausführliche Ankündigung des Vortrags/Gesprächsrunde findet ihr ganz am Schluss.

16.30 – 19.30 Uhr im UnterhausFriedrich-Karl-Straße 4, 46045 Oberhausen
___QUEERFEMINISTISCHES VERNETZUNGSTREFFEN RUHR
Ein Raum zum Kennenlernen und Austauschen für FLINT*
(FLINT* steht für Frauen*, Lesben, inter, non-binary und trans* Personen).

Nachdem wir im letzten Jahr mit dem queerfeministischen Sommercamp Resist.Reclaim.Revolt beschäftigt waren, möchten wir in das neue Jahr mit einem weiteren Vernetzungstreffen starten. Bei diesem Treffen möchten wir mit Euch einen Raum für alle FrauenLesbenInterNonBinaryTrans*-Personen schaffen, in dem wir uns kennenlernen, austauschen, vernetzen und gemeinsame Aktionen planen können.

Ein Schwerpunktthema des Vernetzungstreffens wird der Austausch über rund um den
internationalen Frauenkampftag am 8. März geplante Aktionen sein.

** Eine ausführliche Ankündigung des Vernetzungstreffens findet ihr ganz am Schluss.

16.30 – 17 Uhr im Druckluft
___10 JAHRE NACHHALTIG VON OBEN – Von der Kulturhauptstadt zum Struktur Tunnel Ruhr

Seit 10 Jahren engagiert sich das Netzwerk X für – durch sinnvolle öffentliche Förderung ermöglichte – bessere Arbeitsbedingungen freier Künstler*innen(-Kollektive) und sozial-kultureller Initiativen im Ruhrgebiet.
Auf der Konferenz berichten wir kurz und bündig von 10 Jahren Kulturpolitik-Kritik und über unser Vorhaben den „Struktur Tunnel Ruhr“. In einer Gesprächsrunde (ebenfalls am Samstag) wollen wir mit potentiellen Mitstreiter*innen mögliche konkrete Umsetzungen planen, suomi ilmaistapornoa.

Ein Kurzvortrag des Netzwerk X Für-Sprecher*innenkollektivs*


* Einen etwas längeren Ankündigungstext für den Kurzvortrag/Gesprächsrunde findet ihr ganz am Schluss.

17.15 – 17.45 Uhr im Druckluft
___ EIN SOZIOKULTURELLES ZENTRUM FÜR DUISBURG (?) !!! – Stapeltor 2020

Mit ihrem Ende 2016 beschlossenen Kulturentwicklungsplan hat sich ausgerechnet die Stadt, die sich in jüngerer Vergangenheit als Kulturverhinderin überregional einen Namen machte, eine „Kultur des Ermöglichens” zum Motto gegeben. Natürlich passierte dann erst mal nix weiteres. Doch ein Zusammenschluss von in Duisburg (noch) Aktiven – DU erhält(st) Kultur (www.du-kultur.de) – blieb nicht passiv und veranstaltete die Reihe „Ermöglichen – So geht das“. Ein damit gesetztes Thema war und ist: ein Soziokulturelles Zentrum in Duisburg. Endlich, wieder, nach nun über 15 Jahren diversen Kämpfen für sozial-kulturellen Freiraum in Duisburg und für ein solches Zentrum.

Jetzt, 2020, könnte es passieren, dass in Duisburg ein neues Soziokulturelles Zentrum entsteht. Der Ort ist gefunden: am Stapeltor. Oder wird auch dieser jüngste Versuch doch noch scheitern? Einiges (v.a. Duisburg) spricht auch dafür.

Es berichten vom aktuellsten Stand und wollen mit Euch ins solidarische Gespräch kommen Aktive der Gruppe DU erhält(st) Kultur und der Initiative Stapeltor.

18 – 19.30 Uhr Im Druckluft + Kitev-Turm
___Offene Gesprächsrunden

Es wird Gesprächsrunden zu den beiden Kurzvorträgen ( Struktur Tunnel Ruhr + Stapeltor ) geben. Es können sich aber auch Gesprächsrunden zu mitgebrachten Themen bilden. Dafür stehen Räume zur Verfügung.

19.30 KüFa
Es gibt eine vegane KüFa <3
20 Uhr im Druckluft *
Plenum – Gemeinsamer Tagesabschluss
20.30 Uhr im Unterhaus
Abendprogramm / Gemeinsamer Ausklang



Sonntag, 01.03.2020

13 Uhr
* Ankommen im Druckluft – Am Förderturm 27, Oberhausen

13.30 Uhr – 14.30 Uhr
* Plenum – Vorstellen, Kennenlernen, Erfahrungsaustausch

14.30 – 15 Uhr
___ DER UNIVERSELLE CHARAKTER DER MARGINALISIERUNG von Minderheiten als Dienstleister*innen und dem Widerstand einzelner Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kollektive.

Input der Agentur Ausländerrauş
von Mizgin Bilmen und Nesrin Tanç*

* Ausführliche Infos zu den Referent*innen findet ihr ganz am Schluss.

15 – 19.30 Uhr im Unterhaus
___VERNETZUNGSTREFFEN LINKER LADENPROJEKTE
Auch in diesem Jahr laden wir wieder ein zu einem Vernetzungstreffen der linken und selbstverwalteten Laden- und Stadtteilprojekte und wollen uns mit gemeinsamen Fragen beschäftigen.
* Eine ausführliche Ankündigung zum Vernetzungstreffen findet ihr ganz am Schluss.

15 – 19.30 Uhr*
+ Offene Gesprächsrunden im Druckluft

Es gibt zwei Gesprächsrunden zu den Themen

Wie können wir uns auf bereits erfolgte feministische Kämpfe beziehen (Archiv), diese sichtbar machen und für uns/alle aktualisieren?

Mit: Eva Busch (Atelier Automatique, BO)
Christina Böckler (KATZENTISCH, DUIS)
Sarah Berndt (KATZENTISCH, DUIS)

10 Jahre Kulturhauptstadt Europas – Welche Bedeutung hat das Jubiläum für die freie Szene & kleinen Orte? Eine Gesprächsrunde mit dem Atelier Automatique

Es wird Gesprächsrunden zu den Kurzvorträgen von Samstag und Sonntag geben

Es wird fortgesetzte Gesprächsrunden vom Vortrag geben.

+ Es wird die Möglichkeit geben selbst Gesprächsrunden anzubieten.


*Die Anfangszeiten der Gesprächsrunden ergibt sich aus dem Plenum.

19.30 KüFa im Druckluft
Es gibt eine vegane KüFa <3

20 Uhr Im Druckluft
* Plenum – Gemeinsamer Konferenzabschluss + Ausblick

 

AUSFÜHRLICHES

ausführliche Ankündigung zu

___* STOP! Re_producing internalized colonialism in artistic and political spaces.
___* STOPPT! Die Re_Produktion des internalisierten Kolonialismus in Kunst- und Politräumen.
von Rosh Zeeba


How to avoid gatekeeping? How to open the white space? How to confront oneself with internalized racist views? How to emancipate and open up? Who has the power to interpret what may be perceived as racist („Wer hat die Deutungshoheit darüber, was also rassistisch empfunden werden darf?“ – Iris Rajanayagam „Weiße Räume öffnen – Möglichkeiten und Grenzen“).

There is not only one answer to all these questions but certainly an urge to change. Emancipation is an ongoing battle with one’s own constructed fundament. In this case it is not about feeling guilty and not about excuses. It is not about allowing „the other“ re-enter the colonized space but about creating other , decolonized spaces and rethink power.

I will share my experiences as a migrant artist in academic, artistic and politically left oriented spaces.
I will bring a media list concerning the topic. We will discuss.

STOPPT! Die Re_Produktion des internalisierten Kolonialismus in Kunst- und Politräumen.
Wie vermeide ich Gatekeeping? Wie kann der weiße Raum geöffnet werden? Wie können die verinnerlichten rassistischen Ansichten konfrontiert werden? Wie sich emanzipieren und öffnen? „Wer hat die Macht zu interpretieren, was als rassistisch wahrgenommen werden soll?“ (Iris Rajanayagam „Weiße Räume öffnen – Möglichkeiten und Grenzen“). Es gibt nicht nur eine Antwort auf diese Fragen aber einen Drang zur Veränderung. Emanzipation ist ein ständiger Kampf mit dem eigenen Fundament. In diesem Fall geht es nicht um Schuldgefühle und nicht um Ausreden. Es geht auch nicht darum, dass „die Anderen“ den kolonisierten Raum wieder betreten dürfen, sondern darum, andere, dekolonialisierte Räume zu schaffen und Macht zu überdenken. Ich werde meine Erfahrungen als Migrantin und Künstlerin in akademischen, künstlerischen und politisch linksorientierten Räumen teilen. Ich bringe eine Medienliste zum Thema mit und wir diskutieren.

Kurzvortrag mit anschließender Gesprächsrunde
von Rosh Zeeba, Filmemacher*in/Videokünstler*in, Hamburg / Ruhrgebiet

www.roshzeeba.com


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ausführliche Ankündigung zu

___QUEERFEMINISTISCHES VERNETZUNGSTREFFEN RUHR

Liebe Gruppen und Personen im (erweiterten) Ruhrgebiet,

nachdem wir im letzten Jahr mit dem queerfeministischen Sommercamp Resist.Reclaim.Revolt beschäftigt waren, möchten wir in das neue Jahr mit einem weiteren Vernetzungstreffen starten. Bei diesem Treffen
möchten wir mit Euch einen Raum für alle FrauenLesbenInterNonBinaryTrans*-Personen schaffen, in dem wir uns kennenlernen, austauschen, vernetzen und gemeinsame Aktionen planen
können. 

Deshalb laden wir euch zum vierten (queer)feministische Vernetzungstreffen am Samstag, den 29. Februar 2020 von 16:30 bis 19:30 Uhr im Unterhaus in Oberhausen ein. Es findet diesmal als ein in sich geschlossener Programmpunkt im Rahmen der Konferenz der kleinen Orte und freien Kollektive statt:
https://netzwerk-x.org/konferenz-der-kleinen-orte-freien-kollektive-29-2-1-3-20/

Wer Interesse hat, kann bereits vorher an der Konferenz teilnehmen und im Anschluss für das große Plenum bleiben. Ein Abendprogramm ist noch in Planung. Außerdem werden Materialien und Verpflegung gestellt, so dass für ein gemeinsames (veganes) Abendessen im Anschluss an das Treffen
gesorgt ist. Es gibt von der Konferenz aus die Möglichkeit, Kinderbetreuung anzubieten, außerdem können gegebenenfalls Fahrtkosten erstattet werden. Meldet euch bitte im Vorfeld, wenn ihr dies in Anspruch nehmen wollt.

Aufgrund der parallel stattfindenden Konferenz können wir den Raum nicht völlig geschlossen halten, da noch Orga- und Reproduktionsarbeiten (z.B. kochen) erledigt werden müssen. Der Austausch auf dem Treffen soll jedoch ohne Cis-Männer stattfinden.  

Ein Schwerpunktthema des Vernetzungstreffens wird der Austausch rund um den internationalen Frauenkampftag am 8. März geplante Aktionen sein. Wenn ihr als Gruppen oder Bündnisse Termine habt, bringt diese gerne mit oder schickt uns diese im Vorfeld, wenn ihr selbst nicht anwesend sein könnt. Bringt auch gerne Mobi-Materialien mit, hier ist der ideale Ort, um diese weiter zu verbreiten, da viele Akteure aus sozio-kulturellen und/oder linken Projekten anwesend sein werden. Wenn ihr noch kurzfristige Unterstützung für geplante Veranstaltungen braucht, könnt ihr euch hier auch gut nach Helfer*innen umhören. 

Da die letzten Vernetzungstreffen bereits eine Weile her sind und sich seitdem viel getan hat, werden die ersten 2 Stunden erneut für eine große Vorstellungsrunde von Gruppen und Einzelpersonen reserviert sein.
Bitte macht euch im Vorfeld schon einmal Gedanken dazu, was eure aktuellen Anliegen und Schwerpunkte sind, damit ihr diese beim Treffen vorstellen und hoffentlich Gleichgesinnte finden könnt. Was sind neben
dem Frauenkampftag eure laufenden Termine und Veranstaltungen und was
ist für die kommende Zeit geplant?

Ablaufplan für das Vernetzungstreffen:

16:30 – 17:30 Uhr Vorstellung von Personen und Gruppen
17:30 – 18:00 Uhr Pause
18:00 – 19:30 Uhr Aktionen rund um den 8. März

Ihr könnt gerne weitere Menschen einladen: spread the word!

Solidarische Grüße!
Queerfeministische Vernetzung im Ruhrgebiet and friends

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ausführliche Ankündigung zu
___10 JAHRE NACHHALTIG VON OBEN – Von der Kulturhauptstadt zum Struktur Tunnel Ruhr

Struktur Tunnel Ruhr

Seit Jahren engagiert sich das Netzwerk X für – durch sinnvolle öffentliche Förderung ermöglichte – bessere Arbeitsbedingungen freier Künstler*innen(-Kollektive) und sozial-kultureller Initiativen im Ruhrgebiet. Stets in Reibung mit und in konkreter Kritik an in Nachfolge von RUHR.2010 tatsächlich aufgelegten Förderprogrammen: zunächt für sog. Kreativ.Quartiere (KQ) und mit kreativwirtschaftlicher Note, dann als individuelle Künstler*innen-Förderung (IKF). Diese beiden laut eingeführten Landes-Programme wurden im letzten Jahr leise abgewickelt. Der Gate-Keeper ECCE hat sich in die Heimat-Ecke, unter den Mantel eines anderen Ministeriums, zurückgezogen und so sein Weiterbestehen gesichert.

Als bessere Alternative zu o.g. Programmen reflektiert und propagiert das Netzwerk X seit ca. 3 Jahren eine (grob formuliert) zwischen institutioneller und Projekt-Förderung angesiedelte Strukturförderung. In einem gemeinsamen Projekt mit Ringlokschuppen und Urbane Künste Ruhr haben wir dazu einige Zeit geforscht, in Duisburg zusammen mit DU erhält(st) Kultur einen Küchen-Abend zum Thema veranstaltet (cf. https://www.du-kultur.de/ermoeglichen-so-geht-das/teil-2-prekaer-bestehendes-staerken).

Nun, 2020, haben wir im Rahmen eines via RKP Ruhrgebiet geförderten Netzwerk-X-Projekts die Möglichkeit, in vier weiteren Städten kleine Strukturförderungsforschungsmodule einzurichten. Performativ darf es auch werden. Final entwickeln wir aus allen nochmal gewonnenen Erkenntnissen gemeinsam einen – KQ und IKF ersetzenden – kulturpolitischen Vorschlag an das MKW des Landes NRW und den RVR.

Auf unserer Konferenz berichten wir am Samstag kurz über dieses Vorhaben. In einer Gesprächsrunde (ebenfalls am Samstag) wollen wir mit potentiellen Mitstreiter*innen mögliche konkrete Umsetzungen planen.

Infos zu den Referent*innen
___ DER UNIVERSELLE CHARAKTER DER MARGINALISIERUNG
von Minderheiten als Dienstleister*innen und dem Widerstand einzelner Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kollektive.

Input der Agentur Ausländerrauş

Nesrin Tanç, M.A. der Turkistik und Germanistik an der Universität Duisburg-Essen. Nach ihrem Studium ist sie u.A. freie Mitarbeiterin für das NRWKULTURsekretariat NRW,  bundesweit als Beraterin für öffentliche Kulturinstitutionen im Bereich Diversität und Öffnung, Kuratorin und Initiatorin zahlreicher unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Vermittlungsprojekte (Agentur Ausländerrauş, electrOrient, sounds Istanbul, Contemporary Cultural Studies Duisburg, Anatolpolitan, Numaqam Ikesus) Zwischen 2014-2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Turkistik der Universität  Duisburg – Essen, Dissertation zum Thema des kulturellen und literarischen Erbes der Immigrant*innen aus der Türkei im Ruhrgebiet (Duisburg). 2019 Produktion der ersten Literaturkarte zu den Erzählungen des Autors Fakir Baykurt (Initiative Anatolpolitan: Baykurts „Duisburg Treni/ Der Zug nach Duisburg“) :

https://www.interkultur.ruhr/kalender/anatolpolitan
https://www.urbanekuensteruhr.de/de#/detail/kammerspiel/nesrin-tanc
https://nesrintanc.academia.edu/research#papers

Mizgin Bilmen, aufgewachsen in Duisburg, studierte zunächst Literaturwissenschaft an der TU Dortmund. 2010 hospitierte sie am Theater an der Ruhr bei Roberto Ciulli.
Unmittelbar nach ihrer Diplominszenierung autopsie danton, nahm sie ein Engagement als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin an. Im Mai 2014 erhielt sie für autopsie Anton die Einladung zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg. Am Maxim Gorki Theater entwickelte sie eine eigenständige Arbeit mit Jugendlichen. In der Spielzeit 2014/15  war sie Teil des REGIEstudios des Schauspiel Frankfurt
und  erarbeite dort  vom opfer zum täter zum attentäter,  HELDEN von Ewald Palmetshofers, DER AUFTRAG-Erinnerungen an eine Revolution von Heiner Müller, sowie das Projekt  EXIT:LULU.
 
Am Theater Bielefeld inszenierte sie 2017 ihre erste Opernproduktion CHARLOTTE SALOMON, welches mit dem Berliner Götz Friedrich Preis ausgezeichnet wurde. Am Konzerttheater Bern realisierte sie Ingeborg Bachmanns Roman MALINA. Im Anschluss der Opernarbeit nahm Bilmen ihre erste Theaterproduktion mit Expert*innen der Stadt am Badischen Staatstheater in Karlsruhe auf. Am Theater Dortmund wird sie Johann von Goethes Faust 1 inszenieren , sowie mit dem Rechercheprojekt HEIDI oder AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN SCHÖNHEIT auseinandersetzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mizgin_Bilmen

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ausführliche Ankündigung zu
___VERNETZUNGSTREFFEN LINKER LADENPROJEKTE

Auch in diesem Jahr laden wir wieder ein zu einem Vernetzungstreffen der linken und selbstverwalteten Laden- und Stadtteilprojekte und wollen uns einmal mehr mit Fragen beschäftigen wie bspw.:

Wie können wir Freiräume erkämpfen und langfristig erhalten? Förderungen beantragen oder lieber „unabhängig“ bleiben?

Wie klappt das eigentlich mit der Aktivierung von Bewohner*innen im Stadtteil: ein bisschen Spaß und Subkultur oder doch reiner politischer Anspruch? Mit der Stadt verhandeln oder gegen die Stadt arbeiten (warum und wie?) Wie wirksam Eingreifen in Stadtentwicklungspolitik (Bsp.: Hafen Dortmund, Innenstadt Bochum, etc.)

Wir wollen die Konferenz nutzen, um die im letzten Jahr begonnene Arbeit mit allen Interessierten, ob nun bereits im letzten Jahr dabei oder neu hinzukommend, wieder auf zu nehmen und versuchen, einen kontinuierlichen, solidarischen Austausch der unterschiedlichen linksradikalen Projekte und Kollektive zu etablieren, gemeinsam über Perspektiven und Probleme zu sprechen, eine aktive politische Kultur im Ruhrgebiet zu stärken und eine dauerhaften, langfristigen Vernetzung einen Schritt näher zu kommen.

Wir freuen uns auf euch.

Themenvorschläge können gerne per Mail an alibi-essen@gmx.de geschickt werden.

 

Rave Against Fascism – 30.01.20 – Essen-Steele

RAVE AGAINST FASCISM ist ein Format, welches das Ravekollektiv gegen Rechts ins Leben gerufen hat. Es handelt sich um eine Tanzdemonstration als kreativen und lauten Protest gegen rechte und faschistische Raumnahme. Wo das öffentliche Dasein von solchen Strukturen eingenommen wird, wollen wir das Bild durch einen Rave alternativ und antidiskriminierend prägen.

Premiere feiert das Format am Donnerstag, den 30.01.2020 in Essen-Steele. Wir raven gegen die Vereinnahmung des Stadtteils durch die faschistoide Bürgerwehr “Steeler Jungs”. Los gehts um 19:00 am Steeler Bf (vorne raus, am Taxiparkplatz) und hier gehts zur Facebook-Veranstaltung: RAVE AGAINST FASCISM-Tanzdemo.

Angedacht ist die Veranstaltung mit mehreren DJ-Sets und Zwischenstopps unter dem Motto: LAUT GEGEN RECHTS UND FASCHISMUS. Sets der DJ*anes findet ihr unter MEDIA.

Über zwei Jahre lang fand jeden Donnerstag ein Naziaufmarsch in Essen Steele statt. Nun wurde die Donnerstagsroute der Steeler Faschos von Antifaschist*innen gekapert. Das wollen wir feiern. Packt Banner, Tanzschuhe und eure Crew ein und kommt zum Rave!

RAVEGEGENRECHTSINFO.DATA.BLOG

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Kollektiv Bauzaun (https://www.facebook.com/Kollektiv-Bauzaun-375631003259524/)
Balter
Puking Unicorns (https://www.facebook.com/PukingUnicorns/)
All My Friends Are Criminalz (https://www.facebook.com/allmyfriendsarecriminalz/)
Kollektiv Stumpf (https://www.facebook.com/kollektivstumpf / https://soundcloud.com/kollektiv-stumpf)
Gitter Kollektiv (https://soundcloud.com/gitterrave)
4/4 Atelier

Beatplantation (https://www.facebook.com/beatplantation)
Lost & Found (https://www.facebook.com/lostandfoundkollektiv/)
Flabbergasted Bande (Flabbergasted.de)
Because the Night Belongs to Lovers
Netzwerk x 
Antifantasia (https://www.facebook.com/Antifantasia-966261693570474)
Queerschlag (queerschlag.com)
Oval Office Bar (https://www.facebook.com/OvalOfficeBarBochum/)
Black Pigeon (http://blackpigeon.blogsport.eu/)
Zimt & Zunder
Kreisch! (https://kreisch-festival.de/)

Stadtkinder (https://facebook.com/Stadtkinder.Party)

Offenes Vorbereitungstreffen „Konferenz der kleinen Orte & freien Kollektive 2020“ 7.1.20

Unser nächstes offenes Vorbereitungstreffen „Konferenz der kleinen Orte & freien Kollektive 2020“ findet am Dienstag in Essen statt. Kommt gerne vorbei+ macht mit!

Am 29.2 & 1.3.20 veranstaltet das Netzwerk X die zweite „Konferenz der kleinen Orte & freien Kollektive“. Dort treffen sich Menschen, die an der Schnittstelle von Kunst, Politik und sozialem Raum arbeiten, um gemeinsame Themen zu verhandeln und sich zu vernetzen. Es gibt Gesprächsrunden, Inputs und viel Zeit für in pdln formellen Austausch. Außerdem finden im Rahmen der Konferenz das Queerfeministische Vernetzungstreffen Ruhr, sowie das Vernetzungstreffen linker Ladenprojekte im Ruhrgebiet statt. Wir laden -lich alle Interessierten ein zum offenen Vorbereitungstreffen für die „Konferenz der kleinen Orte und freien Kollektive 2020“ ein, this post. read more.

Unser Vorbereitungstreffen ist am Dienstag, den 07.01. um 20 Uhr in der

Galerie Clowns & Pferde
Frankfurter Str. 33
45141 Essen

Wir freuen uns euch zu sehen!
Einen Bericht zur letzten Konferenz findet ihr hier:
https://netzwerk-x.org/konferenz-der-kleinen-orte-freien-k…/

Ab Ende Januar findet ihr dort auch das Programm für 2020Ihr könnt euch aber gerne jetzt schon unter konferenz@netzwerk-x.org anmelden

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Offenes X Treffen – Planung Konferenz 2020

Wir laden <3-lich alle Interessierten ein zum offenen Vorbereitungstreffen für die „Konferenz der kleinen Orte und freien Kollektive 2020“ ein. Die Konferenz wird am 29.2. & 1.3.20 in Oberhausen stattfinden.

Unser Vorbereitungstreffen ist am Dienstag, den 26.11.19 um 18 Uhr in der 

Galerie Clowns & Pferde
Frankfurter Str. 33
45141 Essen

Wir freuen uns euch zu sehen!

Duisburg braucht ein soziokulturelles Zentrum!

 

Hier ein kleiner Bericht über den aktuellen Stand von den Initiativen Du erhäl(st) Kultur, Soundsalat e.V, 47 e.V und Be Neighbours:

Zum gestrigen Dienstag, 19. November 2019, lud die Initiative „DU erhält(st) Kultur“ mit ihren Partner*innen Soundsalat e.V., Be Neighbours, 47 e.V. u.a. kulturell, sozial, künstlerisch, politisch Aktive und Interessiere zu Begegnungen, Gesprächen und einer ersten gemeinsamen Feier ins STAPELTOR ein. In die Räumlichkeiten des hoffentlich bald (endlich!) in und für Duisburg
entstehenden Soziokulturellen Zentrums im Stapeltor 6 in Duisburg-Mitte [zwischen Stadttheater und dem Garten der Erinnerung im Innenhafen, direkt neben dem geplanten und schon planierten
Mercator-Quartier].

Da der Antrag auf Umbau und Betrieb als Versammlungsstätte zwar nun amtlich gestellt, die Nutzung der Räume für öffentliche Veranstaltungen aber noch nicht genehmigt ist, konnte die Einladung nur privat erfolgen. Dennoch folgten ihr zwischen 19 und 23 h ca. 200 interessierte Menschen, um die hierfür gut zugänglich gemachten und illuminierten Räume des geplanten STAPEL hoch (im OG) und des STAPEL tief (im Basement) zu besichtigen, sich untereinander, mit
den Initiator*innen und mit dem Besitzer der Räumlichkeiten über deren vielfältige potentielle Nutzungsmöglichkeiten auszutauschen – und im STAPEL tief mit einer improvisierten Theke, mit Live-Musik und Tanzfläche auch erstmals einen Hauch zukünftig möglicher freudvoller kultureller Nutzung des Ortes zu erhaschen und mitzugestalten. Es war ein einmaliges Ereignis.

Ein Ereignis, das bald zur Regel werden kann: Im zunächst erprobend, dann dauerhaft geplanten Soziokulturellen Zentrum STAPELTOR. Das Ziel, ein solches Zentrum in Duisburg endlich (wieder) zu errichten, zu erschaffen, zu betreiben, verfolgten in den letzten mind. 15 Jahren verschiedene Initiativen, immer zunächst im Dialog mit der Verwaltung und Politik unserer Stadt,
teils (nach Scheitern der Dialoge) dann mit privaten Engagements, mit Demonstrationen und mit (fix geräumten) Hausbesetzungen. Im Rahmen ihrer Beteiligung bei den letzten Duisburger Akzenten mit dem 1-Wochen-Projekt „(Noch) Nicht-Ort Soziokulturelles Zentrum Duisburg – Ein utopisches Pre-Enactment“ hat „DU erhält(st) Kultur“ diese diversen Engagements in einer
Ausstellung gewürdigt und dokumentiert.

Nun, zack, aktuell: Nach noch einmal 3 Jahren (co-)aktiver Arbeit in Duisburg gibt es nun einen vom Rat der Stadt verabschiedeten Kulturentwicklungsplan, der u.a. die Einrichtung eines Soziokulturellen Zentrums empfiehlt; eine beim Kulturdezernenten der Stadt angesiedelte „Ermöglichungsgruppe Soziokulturelles Zentrum“; einen Immobilienbesitzer, der insg. 800 qm Räumlichkeiten zur Nutzung für ein solches Zentrum zu günstigsten Konditionen anbietet;
einen von „DU erhält(st) Kultur“ entwickelten Plan für einen praktischen und zugleich reflexiven Erprobungsbetrieb für ein Soziokulturelles Zentrum an diesem Ort; eine Zusage von 23.000 € Projektförderung für diesen erprobenden Betrieb aus Bundesmitteln vom Fonds Soziokultur plus 5.000 € aus Landesmittel von der LAG Soziokultur NRW für denselben Zweck.

Und einen Kulturdezernenten, der – u.a. als Leiter der Ermöglichungsgruppe Soziokulturelles Zentrum – mit uns und weiteren Initiativen konstruktiv für das gemeinsame Ziel arbeitet. Der in der 1. Duisburger Kulturkonferenz und in zwei von „DU erhält(st) Kultur“ initiierten Podiums-diskussionen sich dem Thema progressiv stellte und im April 2019 bei den Duisburger Akzenten positiv konstatierte: „So nahe wie jetzt in den letzten 10 Jahren waren Sie diesem Ziel noch nie.“
Und sehr gute Dialoge, Zusammenarbeiten mit und Eigeninitiativen von kulturpolitisch Verantwortlichen mehrerer demokratischer Parteien im Rat der Stadt, die zusammen dort die Mehrheit bilden und alle auch schon offiziell für die Einrichtung eines Soziokulturellen Zentrum

Und also waren alle gestern im STAPELTOR Anwesenden nicht nur voller Vorfreude auf hier irgendwann Entstehendes, sondern auch auf den sehr bald hierfür erfolgenden Umbau.

Und auf das GO zu beidem in der kommenden Ratssitzung am MO 25.11.2019.

Auch wir, alle Verantwortliche, die wir nun seit drei Jahren sehr konkret und sehr intensiv für das gemeinsame Ziel: Einrichtung eines Soziokulturellen Zentrums in und für Duisburg gearbeitet haben, blicken nun auf den Rat unserer Stadt und seine nächste Sitzung am 25.11.2019.

In der auch der Haushalt für die kommenden 2 Jahre verabschiedet wird. Logischerweise sollten die für den Umbau und erprobenden Betrieb des neuen Soziokulturellen Zentrums nötigen Mittel dort eingestellt sein.

Just am gestrigen Dienstag Abend haben wir aber auch vernommen, dass der Rat der Stadt an diesem Termin eventuell erneut nicht über das Thema Umbau + Erprobungsphase Soziokulturelles Zentrum Stapeltor entscheiden wird. Weil z.B. nun zwar Brandschutz- und Schallschutz-Gutachten vorliegen und der Bau- und Nutzungsänderungsantrag offiziell gestellt ist, aber noch nicht über ihn
entschieden wurde und der Kulturdezernent und seine Verwaltung ohne diesen noch keine Beschlussvorlage erstellen wollen. So what? Das ist Alltag! Wie viel mind. 587 Beschlüsse wurden in den letzten Jahren von unserem Stadtrat gefasst mit viel weniger bereits definitiven Vorlagen?
Und nichts steht gegen einen Beschluss „vorbehaltlich der bauordnungsamtlich noch zu erteilenden Genehmigung“, das ist doch sogar einfach logisch. Also, Demokratinnen und Demokraten in unserem Rat: Macht Ihr selbst die Vorlage und entscheidet darüber!

Wir hörten auch von einem nun zu geringen Entscheidungs-Vorlauf. Unser Vorlauf ist, je nach Rechnung, 15 oder 3 Jahre. Verbindliche Absprachen mit dem Besitzer der Immobilie und konkrete Kalkulationen für Umbau- und Betriebskosten für die Erprobungsphase liegen seit mehreren Monaten vor. Und parteidemokratisch können wir spätestens nach dem offiziellen SPD-Votum im
April von über einem halben Jahr Vorlauf ausgehen. Was braucht es mehr?

Der Rat der Stadt muss, will er die Erprobung des Soziokulturellen Zentrums möglich machen, in seiner nächsten oder alternativ einer folgenden Sitzung über Mittel für Umbau und ein Jahr Grundbetriebskosten des STAPELTOR entscheiden. Es geht hier insgesamt um knapp 200.000 Euro. Viel Geld (die realen Kosten wären ca. doppelt so hoch, die Differenz tragen mit Eigenanteilen an den Sachkosten und mit Eigenarbeitsleistungen die Initiativen für das
Soziokulturelle Zentrum STAPELTOR und ihre Partner*innen), das aber zu größeren Teilen sehr gut co-finanzierungs-fähig ist durch Landesmittel und für das vertraglich zugesichert die Stadt über mind. 10 Jahre ein Nutzungsrecht zu besonders günstigen Konditionen an der mit ihren (+ evtll. Landes-)Mitteln ertüchtigten Räumlichkeiten erwirbt: für den Betrieb eines Soziokulturellen
Zentrums oder (im Fall eines Scheiterns dieses Vorhabens) für andere Zwecke.

Dann wäre der Raum da, visit https://tampabaynewswire.com/. Ihn – nach Plan eines soziokulturell-praktischen Betriebs und zugleich dessen Reflexion, woraus final das Konzept für einen Dauer-Betrieb des Zentrums entsteht – zu bespielen: mit einem Erprobungs-Konzept hierfür hat „DU erhält(st) Kultur“ sich bei soziokulturellen Fördergebern des Landes und des Bundes auf Projektmittel beworben – und je Zusagen erhalten.

Die LAG Soziokultur NRW setzt mit ihrem Engagement eine schon zuvor und dankenswerter-weise auch außerhalb von ihr bewilligter Projektförderungen bestehende ideelle Unterstützung soziokultureller Initiativen in Duisburg fort. Die Beantragung der Bundesmittel erfolgte beim Fonds Soziokultur auf einen Fördertopf, der mit Antragsmitteln zu 500 % überzeichnet war. Von der
fachlichen Jury über diese Gelder eine Bewilligung über 100 % der von uns beantragten Mittel zu erhalten, ist auch eine Auszeichnung des von „DU erhält(st) Kultur“ entwickelten Plans einer praktisch+ reflexiven Erprobungsphase für ein Soziokulturelles Zentrum in und für Duisburg.

Die Bundesmittel – insg. 23.000 Euro – wurden uns im Mai ursprünglich für das Haushaltsjahr 2019 bewilligt. Es gelang uns, hiervon 4.000 Euro ohne weitere Bedingungen bis Feb. 2020 vertraglich zugesichert zu bekommen. Und die übrigen 19.000 Euro für unsere geplante sozio-kulturell-künstlerische Erprobungs-Praxis und deren Reflexion ins Haushaltsjahr 2020 zu
transferieren. Diese 19.000 Euro werden uns jedoch nur freigegeben, sofern wir noch in 2019 einen (in 2020 fertiggestellten) Raum für unsere erprobende Praxis nachweisen können. Also praktisch: mit einem positiven Ratsbeschluss am 25. November 2019. Oder eben nicht. Dann verfällt diese uns eigentlich zugesicherte Projektförderung aus Bundesmitteln.

All dies war gestern Abend auch Thema in Gesprächen zwischen länger Engagierten und neu hinzukommenden Interessierten: Jungen, Alten, Künstler*innen, politisch Aktiven, sozial Engagierten, Nachbar*innen etc.. Zum Glück hier nur peripher – es überwogen sehr konstruktive bis utopische Überlegungen zu dem, was an diesem, für viele erstmals erlebbaren Ort möglich ist, für jede*n einzeln und v.a. gemeinsam. Die Stimmung war ein Vorschein dessen, was hier bald Alltag sein könnte – erst einmal viel Arbeit, ja, aber auch diese als freudvoll zu erledigende, weil sinnvolle.

Wir danken allen, die heute mit uns gesprochen, diskutiert, gefeiert und so den Raum und seine Potentiale haben lebendig werden lassen. Und wir danken allen, die in den letzten 3 Jahren, Monaten, Wochen, Tagen mit dafür gearbeitet haben, dass wir heute diesen Vorschein erleben
konnten.

Und wir bitten alle diese Menschen, Freund*innen, Partner*innen in den nächsten Tagen davon zu erzählen und für unser gemeinsames Ziel zu werben. Und die Vertreter*innen aller demokratischen Parteien in unserem Stadtrat für die Ermöglichung einer – in von uns zu leistender Arbeit und zu machender Erfahrung erwartbar intensiven – Umbau- und Erprobungsphase eines
Soziokulturellen Zentrums im STAPELTOR zu votieren.

Nach den gestrigen Erfahrungen sind wir euphorisch, zugleich weiter realistisch motiviert.

Lasst uns das bis vor Kurzem in und für Duisburg noch Undenkbare gemeinsam möglich machen!

Wir sind bereit.
DU erhält(st) Kultur
mit: Soundsalat e.V., Be Neighbours, 47 e.V. u.v.m.

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Konferenz der kleinen Orte & freien Kollektive 29.2. & 1.3.20

Liebe Lesende!

Am 29.2. + 1.3. rufen wir rufen wir die zweite „Konferenz der kleinen Orte und freien Kollektive“ zusammen. Wir laden alle Betreiber*innen von Off-Spaces  und Ladenprojekten, sowie alle Künstler*innengruppen und soziokulturell politisch arbeitenden Gruppen & Einzelpersonen nach Oberhausen ein. Im Rahmen der Konferenz findet zudem das Queerfeministische-Vernetzungstreffen-Ruhr und das der linken Ladenprojekte im Ruhrgebiet statt. Wir geben euch Raum für eure Themen und Ideen, bieten Platz zum Verbinden und Diskutieren.

Wir beginnen jeweils um 13 Uhr im Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen!

Den aktuellen Stand des Programms findet ihr hier: Web / Pdf
Oder ganz unten alles als Bilder.

Ein Bericht von der Konferenz 2019 findet ihr hier.

Mit dem „Netzwerk X – für Kunst & Soziales“ im Ruhrgebiet versuchen wir seit 2011, die Interessen der freien kunst-sozialen Zusammenhänge sichtbar und kulturpolitisch wirksam zu machen. Wir wissen, dass es in der täglichen Praxis zahlreiche lokal-spezifische Herausforderungen gibt, für die eine überregionale Lobby-Arbeit nachrangig ist. Es gibt aber auch viele strukturelle und inhaltliche Auseinandersetzungen, die uns verbinden. Zu diesen Gemeinsamkeiten gehören: kein Geld / Geldbeschaffung in Form von Anträgen, politisches Interesse und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der direkten Organisation von unten. Mit dem Netzwerk X (aktuell 53 Gruppen/Initiativen) haben wir diese Gemeinsamkeiten als FÜR-Thesen formuliert (netzwerk-x.org/fuer).

Mit dem Netzwerk X haben wir bereits einige Anläufe unternommen, um die selbstorganisatorischen Kräfte im Ruhrgebiet zu stärken. Unter anderem, indem wir uns bei etablierten Strukturen Gehör verschaffen und auf ihre Mitverantwortung verweisen. Die meisten kleinen Orte und freien Kollektive im Ruhrgebiet arbeiten unter prekären, selbstausbeuterischen Bedingungen, gleichzeitig sollen sie dem Versprechen von  „Strukturwandel“ und „Kreativität“ dienen, mit denen das Ruhrgebiet gerne Werbung macht, there are some tips and tricks.

Zudem versuchen wir in einer marktwirtschaftlich konsumorientierten Gesellschaft ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von sozio-kultureller Praxis zu wecken.

Wir bitten euch das Wochenende freizuhalten! Je mehr Menschen dort zusammenkommen, je mehr Perspektiven sich dort kreuzen, desto besser können wir solidarische Beziehungsweisen entwickeln und eine kritische Selbstverständigung in Bewegung bringen.
Und weil das Ganze ein von der LAG-Soziokultur gefördertes Projekt ist, können wir euch für eure Fahrtkosten entschädigen*.

Wir freuen uns auf euch!

Das Fürsprecher*innenkollektiv des Netzwerk X
(netzwerk-x.org/fuer-sprecherinnen-kollektiv)

P.S.: Bitte leitet dies weiter, danke!

* Zudem gibt es was zu Essen.

(diesen Anmeldebogen könnt ihr einfach in eine email kopieren und ausgefüllt an konferenz@netzwerk-x.org senden)

ANMELDEBOGEN
KONFERENZ DER KLEINEN ORTE & FREIEN KOLLEKTIVE 2020

Absender (Name des Kollektivs / Orts / Person):

Kontakt:

Ich will / wir wollen
mit ______Personen am Sa 29.2. von 14-20 Uhr*
und
mit _____ Personen am So 1.3. von 14-20 Uhr
teilnehmen

Anmerkungen / Wünsche / Ideen:

Möchte(s)t du oder ihr etwas bei der Konferenz anbieten oder in der Organisation mitarbeiten? Dann kannst du / könnt ihr jederzeit eine Mail an fuer@netzwerk-x.org schicken.

Bitte sendet den Anmelde-Bogen an konferenz@netzwerk-x.org. Da die Teilnehmer*innenzahl raumbedingt begrenzt ist, bitten wir euch, uns Änderungen (mehr oder weniger Personen / Absage) mitzuteilen.

  • Am Samstagabend wird es im Anschluss ein Abendprogramm im Unterhaus geben, zu dem ihr in jedem Fall eingeladen seid!
    Es gibt zudem die Möglichkeit zu übernachten – dies geht allerdings nur mit Voranmeldung.
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Tanzdemo »Träume unter Asphalt – Stadt selber machen!« – 07.09.2019

Aufruf zur großen Tanzdemo – Stadt selber machen! 07. September 2019, 17 Uhr, Dortmund HBF/Katharinentreppen

Stell dir vor, eine Stadt wird entwickelt, und niemand macht mit. Reichlich ernüchternde Vorstellung, oder? Aber genau so läuft es viel zu oft. Dabei liegt es in den seltensten Fällen daran, dass niemand mitmachen will, sondern daran, dass es gar nicht erwünscht ist. Bürgerbeteiligung? Schon das Wort ist sperrig, die Umsetzung erstickt in Bürokratie.

Dabei ist die Stadt Alltag für uns. Es ist auch der Ort wo alle wichtigen gesellschaftlichen Prozesse stattfinden. In der Stadt sollen Arm und Reich miteinander in Kontakt kommen, hier sollen Menschen aus der ganzen Welt in eine Gesellschaft integriert werden. In der Stadt sollen die Probleme unserer Zeit gelöst werden, es soll der Ort des Fortschritts und der Innovation sein.

Wie viele Menschen entscheiden, wie diese Stadt aussieht? Wer entscheidet, wer sich wo aufhalten darf, wer bauen darf und wer nicht, wo Bäume, Beete, Bänke stehen sollen? Schaut man sich die Projekte der Planungsämter und Wirtschaftsförderungen genau an, sieht man, dass nur sehr wenige Personen Entscheidungen treffen.

Aber der Rat der Stadt, demokratisch gewählt, muss doch jedem Plan zustimmen!? – könnte man erwidern. Aber wie demokratisch ist ein Prozess, bei dem ein paar Ausgewählte einen Plan erstellen, welcher durch einen Rat abgenickt wird, der maximal von der Hälfte der Bevölkerung gewählt ist. Wie demokratisch ist es, wenn die vielen Minderheiten dann in den Plänen keinen Platz haben? Wenn die Stärkung der Wirtschaft wichtiger wird als das Wohl der Allgemeinheit?

Es könnte ganz anders sein, find more here. Es muss nicht jeder Plan so aussehen wie alle anderen aktuellen Pläne. Die Viertel können unterschiedlich sein, grüner und lebendiger! Nachbarschaft hieße wieder mehr als nur nebenan zu wohnen.

Stell dir vor, die Stadt würde von ihren Bewohner*innen geplant. Stell dir vor, der Asphalt bricht auf und Träume wachsen in den Himmel. Das Recht auf Stadt ist zum Greifen nah – nehmen wir uns was uns zusteht!

Kommt am Samstag, den 07. September 2019 um 17:00 Uhr nach Dortmund (Hbf/Katharinentreppen) zur Tanzdemo und feiert mit uns, was die Stadt sein könnte!

Wir gehen auf die Straße für:

Eine Stadt, gestaltet von Allen
Eine Stadt ohne Ausgrenzung und Diskriminierung in jeglicher Form
Eine Stadt, in der sich Menschen das Wohnen leisten können
Eine Stadt mit unkommerziellen, sozialen und kulturellen Räumen

www.facebook.com/traeumeunterasphalt