Tanzdemo und Aktionswoche für eine Solidarische Stadt für Alle! – 10. bis 16.09.18

Tanzdemo und Aktionswoche für eine Solidarische Stadt für Alle!

[Aktionswoche] 10. bis 16.09 – ruhrgebietsweite Veranstaltungen
[Tanzdemo] 15.09. #träumeunterasphalt in Duisburg

Unter dem Namen „Träume unter Asphalt“ rufen das Netzwerk Recht auf Stadt Ruhr und zahlreiche soziale, kulturelle und politische Initiativen auf zur ruhrgebietsweiten Aktionswoche vom 10.-16.09. und zur großen Tanzdemo am Samstag 15.09. in Duisburg für eine solidarische Stadt für Alle.

Wir wollen die vielfältigen, oft gleichzeitigen und miteinander
verwobenen Kämpfe gemeinsam auf die Straße bringen.
Ob kulturelle Freiräume, Ökologie in der Stadt, Armut und Perspektivlosigkeit, Bleiberecht und Teilhabe, bezahlbares Wohnen, demokratische Stadtentwicklung oder den Erhalt von nachbarschaftlichen Strukturen – wir wollen die vielfältigen, oft gleichzeitigen und miteinander verwobenen Themen die Menschen in Städten betreffen in einer Aktionswoche unter der Forderung nach einer „solidarischen Stadt für Alle“ zusammenbringen und uns mit einer klangvollen und farbenfrohen Tanzdemo lautstark Gehör verschaffen!

Ihr plant eine Veranstaltung zu einem der Themen in eurem Stadtteil? Dann meldet euch gerne, wenn ihr in das Programm der Aktionswoche aufgenommen werden wollt! Wir würden uns freuen, wenn sich der Reichtum an Initiativen und Aktivitäten im Ruhrgebiet in der Aktionswoche widerspiegelt!
Das Programm werden wir in den nächsten Wochen mit weiteren Ankündigungen zusammenbasteln. Schenkt uns einen Like und wir halten Euch auf dem Laufenden.

Hier auf der Haupt-Veranstaltungs-Seite findet Ihr alle Veranstaltungen der Aktionswoche:

Aufruf:

GEGEN DEN AUSVERKAUF DER STADT!
Während sich die Stadt um ihr Marketing-Image und die Profite von Investor*innen sorgt, wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper und die Armut und Perspektivlosigkeit in vielen Stadtteilen steigt.

GEGEN AUSGRENZUNG!
Wer arm ist, einen Migrationshintergrund hat, oder auf andere Weise nicht in die herrschende Verwertungslogik passt, bleibt auf der Strecke. Anstatt Teilhabe für alle zu ermöglichen, werden Menschengruppen gegeneinander aufgehetzt und Probleme verschleiert. Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und Abschiebungen ändern nichts an Mieterhöhungen, niedrigen Renten, und Jobcenter-Sanktionen!

GEGEN REPRESSION!
Die Stadtentwicklung „von oben“ hat versagt. Die regierenden Parteien müssen endlich ihre Plan- und Ideenlosigkeit eingestehen und ihre repressive Politik des Stillstands beenden! Sie sollten soziale und kulturelle Initiativen unterstützen, anstatt ihre Ideen zu ignorieren und kreativen Aktivismus zu bekämpfen.

FÜR SOLIDARITÄT!
Immer mehr Menschen im Ruhrgebiet werden aktiv: für den Erhalt ihrer Nachbarschaft und für Geflüchtete – gegen den Rechtsruck und gegen profitorientierte Stadtplanung.
Gründen wir Initiativen in unseren Straßen und vernetzen wir uns zwischen den Städten!
Nehmen wir die Zukunft unserer Städte selbst in die Hand!

FÜR EINE STADT FÜR ALLE!
Für die Freiheit Städte nach unseren Wünschen zu gestalten. Für eine Stadt ohne Ausgrenzung und Rassismus. Für gemeinnützigen Wohnungsbau und soziokulturelle Zentren als unkommerzielle Freiräume für alle Menschen, die hier leben!

NEHMEN WIR UNS DAS RECHT AUF STADT!
ES LIEGT AUF DER STRAßE,
ES HÄNGT IN DEN BÄUMEN,
ES VERSTECKT SICH UNTER ASPHALT!

Kommt zur Tanzdemo und macht mit bei der ruhrgebietsweiten Aktionswoche!
Bringt eure Leute mit und tanzt mit uns durch die Straßen einer stillstehenden Stadt!

Samstag 15.09.18 – 17:00 Uhr Duisburg Hbf

Den ausführlichen Text findet ihr unter:

Träume unter Asphalt

Auf twitter zwitschern wir unter @TUAruhr

Kundgebung gegen rassistische Polizeigewalt, Verdrängung und Abschiebung im Essener Nordviertel am 10.08.2018

Für den 10.08.2018 hat ein Bündnis aus verschiedenen Netzwerken rund um sozial und politisch engagierte Künstlerinnen in Essen eine Kundgebung in der Essener Nordstadt angemeldet. 10.8.18, 16.00 Uhr, Eltingplatz.
Geplant sind Redebeiträge der Veranstalterinnen und ein offenes Mikrofon für Betroffene von Diskrimierung, Abschiebung und Polizei, bzw. sonstigen staatlichen Repressionen sowie Alltagsrassismus.

In Essen gab es in letzter Zeit vermehrt Razzien, Abschiebungen und Racial Profiling mit Fokus auf die nördliche City. Das sogenannte Kreativquartier steht somit nicht für ein weltoffenes, progressives, kulturelles Umfeld, sondern für Angst, Polizeischikane und gewaltsame Armutsverdrängung. Bereits im letzten Jahr hatte die Verwaltung strenge Verordnungen gegen Straßenkünstler*innen, Bettler*innen und Wohnungslose erlassen. Jetzt werden sogenannte „subjektive Ängste“ der weißen Mehrheitsbevölkerung scheinbar ernstgenommen und in repressive, rassistische Polizeimaßnahmen übersetzt. Dabei zählt kaum die tatsächliche Kriminalitätsbekämpfung, sondern die Verdrängung von „störenden“ Minderheiten für eine Stadtentwicklung, die ein Wohlfühlklima für Investoren und Handel schaffen will, auf Kosten der Bevölkerung im Stadtteil. So schafft man eine Atmosphäre der Angst und der Rassismen, die womöglich weitere Eskalationsspiralen nach sich zieht.

Der Aufruf im Wortlaut:

„Unter dem Vorwand der Bekämpfung von „Familienclans“ und unter dem Eindruck der Diskussionen um vermeintliche „No Go Areas“ schikanieren Polizei und Ausländerbehörde Bewohner*innen und Geschäftsleute “nicht deutscher Herkunft” im Essener Norden mit Racial Profiling, Razzien und Abschiebungen. Dies trifft sowohl hierher geflüchtete Menschen, die versuchen, sich ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, als auch Familien, die seit Generationen in unserer Stadt wohnen, nur “geduldet” sind und denen das Privileg, sich in die bürgerliche Gesellschaft zu integrieren, seit jeher vorenthalten wird.
Während Stadt und verschiedene Investoren versuchen, das Nordviertel aufzuwerten, flankieren die Repressionsorgane des Staates diese Politik indem sie diejenigen Menschen, die nicht in ein Nordviertel passen, wie Stadt, Vonovia, RWE und co es sich vorstellen, einschüchtern, kriminalisieren, und abschieben.
Wir wollen uns der rassistischen und menschenverachtenden Politik gemeinsam und entschlossen entgegensetzen. Kommt am 10. August um 16 Uhr zur Kundgebung am Parkplatz Altenessener Straße/ Alte Stoppenberger Straße (Haltestelle Rheinischer Platz), um euch mit den Betroffenen zu solidarisieren und gemeinsam für ein gutes Leben für Alle zu streiten!“

Quelle:
https://www.facebook.com/events/670757663296181/