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Aus der Besetzung sind 2 schöne Dinge hervorgegangen:
1. die Bürgerinitiave Bärendelle, die unter dem Motto „Jedem Bären seine Delle!“ für ein Soziokulturelles Zentrum kämpft
2. die Kampagne AFFE (Aktion für Freiräume in Essen)

 

Im weiteren findet ihr alles zur Besetzung und deren Folgen bis zum ersten Nachbarschaftsfest vor der Bärendelle.

 

AKTUELL

Das (ehem.) Plenum Bärendelle…homepage

Bürgerinitiative Bärendelle…facebook, öffentlich

Petition, Stadt Essen – selbstverwalteten Raum schaffen…change.org

Orga-Gruppe  „Vor der Bärendelle, für die Bärendelle“…facebook, nur nutzer*innen


PRESSESPIEGEL

09.09.13: Brandheiße Bärendelle-News bei Nachbarschaftsfete…lokalkompass

07.09.13: Bürgerinitiative Bärendelle lädt zum Fest…derwesten

05.09.13: Die Grünen wollen Bärendelle für den Stadtteil nutzen…derwesten

28.08.13: Bärendelle: Entscheider sitzen im Rat…lokalkompass

27.08.13: OB Paß gibt Jugendzentrum Bärendelle keine Chance…derwesten

25.08.13: Bärendelle-Initiative fordert Gespräch mit Stadt Essen…derwesten

22.08.13: Essener Bürger organisieren Mahnwache an geräumter Schule…derwesten

22.08.13: Bärendelle: Wird das Inventar mutwillig zerstört?…lokalkompass

19.08.13: Bärendelle: Es fängt gerade erst an…Coolibri

14.08.13.: “Besetze Häuser sind eine Chance”…Ruhrbarone

05.08.13: Konfetti und Seifenblasen für die Bärendelle (Video)…derwesten

03.08.13: Ramba Samba – die Bärendelle bebt : Tanz-Demo zieht wie ein Sog an….Lokalkompass

02.08.13: Jugend auf den Barrikaden…Welt (Köln)

01.08.13: Bärendelle zieht Bärenstark an…Lokalkompass

31.07.13: Essen: ‚Kultur von unten‘ politisch offenbar unerwünscht Kulturschule geräumt..Bochumer Studierenden Zeitung

30.07.13: Bärendelle-Besetzer fragen nach den Plänen der Stadt Essen…Ruhrbarone

29.07.13: Nach Blitzräumung der Bärendelle: Essener Stadtverwaltung in der Kritik…ak[due]ll

29.07.13: Der Bärendelle-Aufbruch läuft lückenlos weiter…Lokalkompass

29.07.13:  Besetzer von früherer Schule in Essen beklagen ihre „Zerschlagung“…derwesten

28.07.13: „Nicht mit Räumpanzer gegen Kreativität“ Stellungnahme des Kulturbeirats der Stadt Essen…erschienen u.a. in derwesten

26.07.13: Räumung der Bärendelle: Ein dumpfer Machtbeweis. – Offener Brief des Europaabgeordneten Jürgen Klute….erschienen u.a. in Neues Deutschland

26.07.13: Mit Räumpanzer ins Grüne – und wo war OB Reinhard Paß?…Lokalkompass

26.07.13: Denk-mal, tote „Bärendelle“ wurde wiederbelebt…Lokalkompass

25.07.13: Hier führt die Polizei einen Tiger ab…Bild-Ruhr

25.07.13: „Keine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft signalisiert“…derwesten

25.07.13: „Es war zu erwarten, dass sich hier lange nichts tut“…derwesten

24.07.13: Bärendelle: “Und die Räumpanzer singen: Geht doch nach Berlin wie die anderen”…Ruhrbarone

24.07.13: Bärendelle: Polizei räumt besetztes schulgebäude in Essen…Neues Deutschland

24.07.13: Was die Anwohner der Räumung sagen…derwesten

24.07.13: Polizei räumt besetzte Schule an der Bärendelle in Essen…derwesten

23.07.13: Stadt Essen sucht Investor für besetzte Schule „Bärendelle“…derwesten

23.07.13: Einen Freiraum schaffen?…derwesten

23.07.13: Räumung der Bärendelle beginnt…Ruhrbarone

22.07.13: Fotostrecke Schulbesetzung…derwesten

22.07.13: Stadt Essen will besetzte Schule „Bärendelle“ räumen lassen…derwesten

22.07.13: „Plenum Bärendelle“ besetzt die ehemalige Hauptschule in Essen…derwesten

22.07.13: Essen – Schule an der Bärendelle besetzt (Update I-IX)…Ruhrbarone

Bonus: Leserbrief von P.Koebele „Friedfertige Polizei! Ein anderes Bild Verlogen“… erschienen in derwesten

VIDEO:

NRW-Aktuell.tv…Räumung
Sat.1NRW…Räumung
Der Vollständigkeit halber Video Privat…Währenddessen
Der Vollständigkeit halber Video Privat…Letzte Presseerklärung aus dem Fenster

BLOGS:

Wir spielten mal Kulturhauptstadt – Besetzte Bärendelle geräumt…Michael Masberg
It’s not over – Besetzung der Hauptschule Bärendelle in …Birgit-Rydlewski

PARTEILICHES:

LINKE
DKP:
JUSOS:

SOLIDARITÄTSERKLÄRUNGEN:

http://www.az-muelheim.de/solidaritat-mit-der-besetzung-der-barendelle-in-essen-west/
http://netzwerk-x.org/solidaritat-mit-barendelle-jetzt-nach-essen-west/
http://www.interventionen.org/event/solidaritat-mit-der-baerendelle/
http://wordpress.antifa-essen.de/2013/07/hausbesetzung-in-essen-frohnhausen/ (Mit Demo-Fotos)
http://www.cubafreundschaft.de/Home/2013-07-25,%20PE%20FG%20E%20Baerendelle.pdf
http://www.dampfer-board.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=4139

WEITERE VERÖFFENTLICHUNGEN DER PRESSEERKLÄRUNGEN DES PLENUMS BÄRENDELLE:

http://de.indymedia.org/2013/07/347054.shtml
http://www.aponaut.org/index.php?/archives/23086-Besetzung-des-Schulgebaeudes-an-der-Baerendelle-in-Essen.html
http://www.rote-antifa.org/sozial2/204-zweite-pressemitteilung-der-roten-antifa-zur-besetzung-der-ehemaligen-hauptschule-b%C3%A4rendelle-in-essen-vom-24-07.html
http://www.nerddrugs.de/?p=2638
http://ake.blogsport.de/2013/07/22/schule-an-der-baerendelle-besetzt/
http://www.xtranews.de/2013/07/22/erklarung-zur-besetzung-der-ehemaligen-schule-an-der-barendelle-in-essen/doing_wp_cron=1375389618.1316380500793457031250
http://www.knox-rotzloeffel.de/viewtopic.php?f=45&t=26733

Presseerklärung der Stadt Essen
http://www.essen.de/de/meldungen/pressemeldung_814422.html

Aufrufe zur Tanzdemo:

http://duityourself.org/2013/07/31/tanzdemo-am-03-08-2013-in-essen-west/
http://netzwerk-x.org/%E2%98%85-tanz-demo-hier-steppt-der-bar-3-8-essen-barendelle%E2%9C%B0/ 

Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert, sendet Eure Ergänzungen an: info@netzwerk-x.org

Musikzentrum Bochum – Eine Bankrotterklärung der überregionalen Kulturpolitik unserer Zeit

Zum Thema Musikzentrum wurde schon viel geschrieben. Der Bau im Viktoriaquartier ist beschlossene Sache.

Irritierend liest sich die Argumentation auf der Homepage des Musikzentrums unter dem Punkt „Kann sich Bochum ein Musikzentrum leisten“: „Das Musikzentrum in der Innenstadt ist eine wichtige Investition in Kultur, Bildung und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Die Investition mit einer Förderquote von über 90 Prozent auszuschlagen, kann sich unsere Stadt nicht leisten.“1

Wie, ein Musikzentrum fast geschenkt?! Klar, das nehmen wir. So scheint manch einer nicht bedacht zu haben, dass ein Eigenanteil natürlich trotzdem fällig wird.

Dann trifft man auf das Argument, dass das Audi Max der Ruhr-Uni Bochum nicht für die akustischen Belange von Konzerten geeignet ist. Warum genau hat man dann dort eine Orgel eingebaut?

Mittlerweile ist wohl auch den zuständigen Ausschüssen aufgefallen, welch ungeahnte Höhen die Kosten für das Musikzentrum noch erreichen könnten. Die von der Stadt zu zahlenden 2,4 Mio. € werden jedenfalls kaum ausreichen. Es entstehen nur geschätzte 300.000 € Betriebskosten zusätzlich mehr pro Jahr. Rückstellungen für mögliche Reparaturen und Mehrkosten sind nicht vorgesehen.

Ein Beispiel für die schlechte Kalkulation der Betriebskosten liefert die Piratenpartei, die darauf hinweist, dass die Heiz- und Stromkosten noch auf dem Stand von 2011 sind und bis zur Eröffnung sicherlich nicht mehr haltbar sein werden.

Und apropos Piratenpartei, gut die Aktion mit den Platanen war vielleicht eine Nummer zu grotesk. Noch grotesker wirkte allerdings die unglaublich plumpe Vertuschungsaktion von Fr. Dr. Britta Freis, Leiterin der Stiftung Bochumer Symphoniker, die die Grabbeilage von Fr. Simone Brand, Landtagsabgeordnete der Piratenpartei NRW, die Schleife des Gestecks mit der Aufschrift „In Gedenken an das 20 Millionen Grab“ rüde einkassierte und dann auch noch vor laufender Kamera behauptete, nichts getan zu haben, während sie das zerknüllte Band noch in der Hand hielt – die goldene Himbeere für die schlechteste PR-Aktion geht damit an Fr. Dr. Britta Freis ( http://www.youtube.com/watch?v=44va_1VcfUI ).

Demokratie – Frag doch mal die Bürger

Die Piratenpartei trat nicht nur mit einer neuen Kostenkalkulation für das Musikzentrum an, sondern mischte die Szene mit einer Unterschriftenaktion gegen das Musikzentrum auf. Die von der WAZ daraufhin zu Bäh-Bürgern degradierten sammelten beachtenswerte 13.425 Unterschriften von den Bochumern, die sich gegen das Musikzentrum aussprachen. So mag diese Aktion vielleicht juristisch nicht wasserdicht gewesen sein, allerdings drängt sich schon die Frage auf, ob man in Zukunft bei solchen Großprojekten vielleicht die Meinung der Bürger dieser Stadt einholen sollte, wie es die Linke im Rat getan hat. Allerdings ist dieser Bürgerentscheid abgelehnt worden. Vielleicht hat es mit folgendem Auszug aus der Niederschrift der Ratssitzung vom 13.12.2012 zu tun:

Beantwortung von Fragen durch Herrn Townsend, verbunden mit dem Hinweis, dass der Bauzeitenplan so eng bemessen ist, dass die bei Durchführung eines Bürgerentscheids eintretende Verzögerung um mehrere Monate definitiv eine Realisierung des Projektes im Abrechnungszeitraum für die Fördermittel unmöglich machen wird. Derzeit ist von der Einhaltung des Kosten- und Zeitrahmens auszugehen; unvorhersehbare Ereignisse können jedoch zu einer Veränderung des Zeitplanes führen.2

Schöner kann man die Tragweite eines Bürgerentscheids gar nicht formulieren. Mit anderen Worten, wir müssen unter Zeitdruck schnell alles absegnen, sonst bekommen wir die Fördermittel nicht und bleiben an den Kosten hängen. Schnell, schnell, bloß nicht noch mal drüber nachdenken und keine Zeit, um die Menschen zu fragen, für die dieses Musikzentrum gebaut wird. So funktioniert also Demokratie…

Fördergelder – Ablehnen muss man sich leisten können?!

Man muss wirklich kein Finanzexperte sein, um zu wissen, was der Stadt blüht, wenn sie wie vereinbart, zusätzlich auch noch die Jahrhunderthalle übernehmen muss. Dann sind locker noch einmal einige 100.000€ pro Jahr drin. So besteht Minister Voigtsberger auf folgenden Deal:

Der Städtebauminister hat diese Förderung allerdings von Anfang an davon abhängig gemacht, dass die zwischen Stadt und Landesregierung laufenden Verhandlungen über die Übernahme der Jahrhunderthalle in städtische Trägerschaft erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.3

Problematisch ist sicherlich, dass Land und EU für die Anschubfinanzierung sorgen und die Kommunen dann auf den Folgekosten, die meistens klein gerechnet sind, hängen bleiben. Mittel für das Musikzentrum kommen auch aus dem NRW Ziel 2-Programm, so wie es in der Beschreibung von EFRE beschrieben wird:

Innovationen wagen – Aufbruch in eine kreative Ökonomie

Das NRW Ziel 2-Programm für Nordrhein-Westfalen verfolgt drei wichtige Ziele:
Erstens: Der Mittelstand und die Existenzgründerszene sollen noch stärker und aktiver werden als bisher. Zweitens: Städte und Regionen sollen attraktiver und lebenswerter werden. Vor allem aber sollen sich –  drittens – Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit im ganzen Land verbessern.

Diese und andere Förderprojekte laden dazu ein, tolle neue Gebäude in viel zu großen Dimensionen hochzuziehen, die dann ohne weitere Fördergelder nicht unterhalten werden können. Der Dealer als Initiator, in diesem Fall Land, EU und Co. zahlt nur den Grundstock. Die Drogen aber, in Form des Geldes zur Unterhaltung, kann in diesem Fall die Kommune bis zum bitteren Ende weiterzahlen.

Und die Kommune Bochum befindet sich bereits im Nothaushalt. Für das Land NRW sind diese Projekte jedoch toll. Man tut schließlich etwas für die Region, für Struktur, Kultur und besonders Wirtschaft – kurzfristig. Mit Nachhaltigkeit hat diese Projektfinanziererei nichts zu tun. Das sieht man auch, wenn man sich die neue Präsentation des Musikzentrums ansieht. Es mussten weitere Einsparpotentiale gefunden werden und die Architekten Bez + Kock haben sie auch gefunden: Reduzierung der Standards, Reduzierung Qualitätslevel Ersteinrichtung etc.

Erinnerungen an das Schauspielhaus kommen hoch, dort sind die Sitzbezüge der Bestuhlung bereits nach kürzester Zeit schon wieder erneuerungswürdig, weil alles nur wenig kosten durfte. Wer an der falschen Stelle spart, zahlt am Ende drauf.

War noch was? – Ach ja… FRAGEN

Während meiner Beschäftigung mit dem Bochumer Musikzentrum bin ich über viele weiterführende Fragen gestolpert. Nicht nur über die Frage, warum man glaubt, dass man sich als Kommune die 90% Förderung nicht entgehen lassen darf, wenn man doch den Eigenanteil wegen des Nothaushaltes kaum hat und die Folgekosten einfach nur ein unkalkulierbares Risiko darstellen. Woher kommt die Struktur der Projektförderung? Wem nutzt sie – den Kommunen? Sicher?! Wer bekommt die Fördermittel, der der wirklich ein gutes Projekt hat, dass auch in der Zukunft weiter ohne Hilfe wirtschaftlich funktioniert, oder doch diejenigen, die die besten Anträge schreiben? Sind Projekte eng mit dem Begriff der Nachhaltigkeit verknüpft oder fördern die Gelder doch nur spontanen Aktionismus? Sollte eine Kommune nicht besser in die Gebäude langfristig investieren, die sowieso bereits vorhanden sind?

Schade, dass man die Bürger auf Grund des Zeitdrucks nicht fragen konnte, ob sie denn ein Musikzentrum möchten, oder ob sie lieber in andere Bereiche investieren würden.

Lena C. Riechmann

Quellenverzeichnis (alle Stand 24.06.2013):

http://www.coolibri.de/redaktion/aktuelles/0912/bochumer-musikzentrum-ein-unnoetiges-prestigeobjekt.html

http://www.coolibri.de/redaktion/aktuelles/0313/nehmt-die-spaten-in-die-hand.html

http://www.ziel2.nrw.de/1_Ziel2-Programm/index.php

http://www.ziel2.nrw.de/1_Ziel2-Programm/4_1_Auswahlkriterien/Auswahlkriterien.pdf

http://www.nrw.de/meldungen-der-landesregierung/land-unterstuetzt-bochumer-initiative-fuer-musikzentrum-10217/

http://www.bochum.de/C1257B350048D98B/CurrentBaseLink/W296G9GS384BOCMDE/$file/Musikzentrum%20Konzeptpapier%20Endfassung_1.pdf

http://nrw.mehr-demokratie.de/bochum.html

http://buergerbegehren-musikzentrum.de/wp-content/uploads/2012/06/Gutachten-j%C3%A4hrliche-Kosten-Vorhaben-Musikzentrum.pdf

http://buergerbegehren-musikzentrum.de/wp-content/uploads/2012/06/Gutachten-Kostenrisiken-bei-den-Baukosten-des-Musikzentrum%E2%80%A6.pdf

http://buergerbegehren-musikzentrum.de/wp-content/uploads/2012/06/Gutachten-j%C3%A4hrliche-Betriebskosten-des-Musikzentrums.pdf

http://www.pottblog.de/2013/05/01/video-dr-britta-freis-stiftung-bochumer-symphonie-greift-beim-spatenstich-zum-musikzentrum-bochum-landtagsabgeordnete-der-piraten-an-und-leugnet-es-nachher/

https://session.bochum.de/bi/vo0050.php?__kvonr=7053520&voselect=4996

https://session.bochum.de/bi/to0040.php?__ksinr=4806

https://session.bochum.de/bi/vo0050.php?__kvonr=7051524&voselect=4748

https://session.bochum.de/bi/vo0050.php?__kvonr=7052677&voselect=4751

https://session.bochum.de/bi/to0040.php?__ksinr=4751

http://www.ruhrbarone.de/hol-dir-den-barsch-wie-teuer-wird-das-musikzentrum-in-bochum/

http://ruhrblogxpublik.de/2012/07/02/macht-statt-argumenten-politische-kultur-in-bochum/

http://musikzentrum.bochum.de/C1257B3500482053/CurrentBaseLink/W296FGS7443BOCMDE

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/bochumer-jahrhunderthalle-als-teure-mitgift-id4110548.html

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/bochum-feiert-ersten-spatenstich-fuers-neue-musikhaus-id7901485.html

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/buergerbegehren-gegen-musikzentrum-gescheitert-id7252887.html

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/zwischenfall-beim-1-spatenstich-fuer-das-musikzentrum-in-bochum-id7903923.html

http://www.youtube.com/watch?v=Siwt9CyQ0BU

http://www.youtube.com/watch?v=44va_1VcfUI

Nachttanzdemo am 6.9. – für kulturelle und soziale Freiräume – für Leerstandscontainering – für ein Recht auf Stadt!

+++dies ist eine kopie des artikels von duityourself.org +++

Da geht noch mehr! Holen wir uns die Stadt zurück!

Die Kampagne “DU it yourself” setzt sich für kulturelle und soziale Freiräume ein und fordert seit über zwei Jahren ein selbstverwaltetes sozio-kulturelles Zentrum in Duisburg. Das Zentrum gibt es immer noch nicht. Aber wir sind immer noch hier. Und wir treten immer noch dafür ein, dass Freiräume für Kunst, (Jugend-) Kultur und Politik in dieser Stadt geschaffen und erhalten werden. Räume des Miteinanders und des Füreinanders, eine Plattform für subkulturelle und alternative Lebensentwürfe, selbstorganisiert und unkommerziell.

Leerstand beleben!

Der sich ausbreitende Leerstand steht als Sinnbild für den Zustand der Stadt auf allen Ebenen, hat aber auch ganz handfeste Auswirkungen. Betroffen sind städtische Gebäude, Ladenlokale, Büros und Wohnhäuser, bis hin zu ganzen Stadtvierteln. Die Ursachen für Abwanderung und Shrinking Cities sind vielschichtig und problematisch. Aber ist die Auswirkung – der Leerstand – nicht erst ein Problem, wenn er leer bleibt? Wird nicht auch gleichzeitig Raum frei, um Neues zu erschaffen? Sollte es da nicht einfach sein, ein passendes Gebäude für ein sozio-kulturelles Zentrum zu finden?

Der Leerstand ist erst mal eine Chance für unkommerzielle Einrichtungen, die aus Eigeninitiative und sozialem Engagement getragen werden, von Menschen, die hier leben und tätig sein wollen. Leider lässt sich dieser einfache Schluss in der Praxis nicht so einfach umsetzen. Grundsätzlich greifen da Eigentums- und Verwertungslogik, was sich in Duisburg paart mit unwilligen Vermietern und Politbürokraten. Die Stadtverwaltung setzt sich dabei mit Verweis auf die magere Haushaltslage als lokales Krisenregime in Szene und drückt eine städtische Top-Down Politik durch, die in neoliberalen Vorstellungen einer „Stadt-als-Unternehmen“ verhaftet ist. Da kann es vorkommen, dass öffentliche Gebäude ungenutzt verfallen, weil ja irgendwann ein heilsbringender Investor auftauchen könnte.

Dementsprechend werden selbstbestimmte Bemühungen den Leerstand zu beleben als Störung empfunden, wie es bei der Besetzung der ehemaligen Schule in Duisburg-Laar 2011 deutlich wurde. Die leerstehende Schule durfte nun bald zwei Jahre weiter in aller Ruhe verrotten und ungenutzt verwahrlosen – dafür hat das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) mit Hilfe einer Polizeihundertschaft Sorge getragen. Es war nie ersichtlich, warum eine (Zwischen-)Nutzung des Gebäudes als Kulturzentrum prinzipiell abgelehnt wurde. Schade, denn beim jetzigen Zustand kann die Schule wohl überhaupt nicht mehr genutzt werden. Der erhoffte Investor bleibt aus – also wieder nur Abriß oder Verfall?

Wir brauchen keine Investoren, auch keine städtischen Gelder, kostspielige Marketingevents oder Masterpläne von sogenannten Experten. Der große Zuspruch der Aktionen der DUiy!-Kampagne, insbesondere der zwei Nachttanzdemos, hat gezeigt, dass ein unkommerzielles und selbstverwaltetes Zentrum auch in Duisburg von vielen Menschen gewollt und getragen wird. Was wir brauchen ist Raum, ein Gebäude für den liebevoll gehegten Traum eines sozio-kulturellen Zentrums im städtischen Umfeld, in dem wir leben.

Die Stadt gehört allen!

Wir wissen auch, wir sind nicht alleine. Eine lebenswerte Stadt für alle, ist ein Bedürfnis mit vielen Ausdrucksformen: In Duisburg-Hamborn wehrt sich eine Bürgerinitiative gegen das städtische Vorhaben ihre Wohnsiedlung abzureißen, um dort ein Outlet-Center zu bauen. Eine andere formiert sich in Duisburg-Homberg um den Abriss des lokalen Schwimmbads zu verhindern. Tausende Protestunterschriften wurden gesammelt um die Platanen-Allee vor dem Hauptbahnhof zu erhalten. In Bruckhausen und Marxloh entstehen neuartige Projekte, die durch Bildungs- und Stadtteilarbeit  versuchen, konstruktiv mit dem Leerstand umzugehen. Und last but not least, haben sich die vor einigen Jahren zaghaft angestoßenen Freiraum-Partys verallgemeinert: es vergeht kaum ein Wochenende, wo nicht auf Brachen und in Parks zu schönen Klängen getanzt wird.

Da geht aber noch mehr! Holen wir uns die Stadt zurück! Für die unkommerzielle Nutzung von Leerstand ist politischer Druck nötig und letztlich eben „selber machen“, sich die Stadt wieder aneignen. Lasst uns deswegen erneut gemeinsam auf die Straße gehen, den öffentlichen Raum zurückerobern und unmissverständlich klar machen: Wir sind immer noch hier!

Rave the Streets, Reclaim the City!
Bunt statt Grau: All colors are beautifull!
Für Selbstorganisation und gegenseitige Hilfe!

6. September 2013 | 19 Uhr | Bahnhofsvorplatz Duisburg

++ Demo ist angemeldet ++ Materialien sind im Druck ++ Wir können noch Mithelfer_innen und Unterstützer_innen gebrauchen. Nehmt Kontakt zu uns auf! ++ Mehr Infos folgen ++

 

http://duityourself.org/2013/08/09/nachttanzdemo-am-6-september-2013/

★ TANZ DEMO „Hier steppt der Bär!!!“ – 3.8. Essen-Bärendelle✰

Samstag, 03.08.13, 15 Uhr.
Treffpunkt Essen-West-Bahnhof

☼ Kommt Alle!
Tanzt geschminkt und mit Konfetti eingekleidet. Erklärt euch solidarisch mit der vormaligen Besetzung der geräumten Bärendelle. Die Forderung nach einem selbstverwalteten, unkommerziellen Raum in Essen bleibt auch nach dem „Plenum Bärendelle“ brandaktuell!

✪ Solidarität!
mit allen, die für selbstbestimmte Freiräume kämpfen
und voller Support für das AZ Köln!
Seid laut, bunt und bringt leckeren Kuchen mit!

☀ Die Route:
Essen-West S –> Freytagstraße – Riehlstraße – Frohnhauserst – Berlinerstr. – Kerckhoffstr. – Burckhardtstr. – Dahnstraße – Kerckhoffstr. – Bärendelle

✼ Redebeiträge
können noch integriert werden. Bei Bedarf kurze mail
–> info@beatplantation.de

* weitere infos:
http://baerendelle.blogsport.eu/