Institut für Widerstand im Postfordismus

Diskurs. Propaganda. Performance.

Das (Kunst-)Kollektiv Institut für Widerstand im Postfordismus erforscht die kommenden Revolution(en) 2015-2029. Als ein interdisziplinärer Zusammenschluss von TheoretikerInnen, KünstlerInnen und AktivistInnen tritt es in unterschiedlichen Formaten und performativen Interventionen an die Öffentlichkeit und propagiert eine zukünftige Geschichtsschreibung. Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden? Unter dem Motto „Wir müssen Gegengeschichte schreiben“ (Harald Welzer) forscht das Institut zu Widerstandsformen im Zeitalter des Postfordismus und lädt zur kollektiven Mitforschung.

Das Institut ist ein künstlerisch-diskursives Projekt der Propaganda und arbeitet nach folgender Agenda:

a) Das Institut diagnostiziert: Ausgehend vom gegenwärtigen Zeitalter des Postfordismus und seinen systemlogischen Mutationen, konstituiert und erforscht es die lokal und global stattfindenden Widerstände als Formen des Widerstands im Postfordismus – WiP. Es identifiziert, kategorisiert und archiviert.

b) Das Institut arbeitet an der Erstellung von Prognosen: Wie wird sich der Widerstand bis 2029 weiterentwickeln? Indem es gegenwärtige gesellschaftliche und politische Tendenzen aufgreift und verschiedene Faktoren und ihre Entwicklungstendenzen zu konsistenten Szenarien bündelt, etabliert es eine performative Praxis der Spekulation. Es prognostiziert, dass die Bewegung des WiP in den nächsten Jahren wachsen und langfristig zu einem Umbruch führen wird.

c) Aus Diagnose und Prognose entwickelt es die Propaganda einer großen Widerstandsbewegung „Widerstand im Postfordismus“ (WiP) mit verschiedenen Ereignissen und Formaten. Das Institut propagiert die Jahre 2015-2029 als eine umfassende gesellschaftliche Transformation.

Auszug aus dem Gründungsmanifest (FUTUR III)

„Wir konstatieren, dass der Postfordismus in Folge von Transformationen der klassischen kapitalistischen Verwertungsstrategien zu einer kompletten Durchökonomisierung unserer Lebenswelt geführt haben wird, die den Höhepunkt des Erträglichen im Zuge der späten 2010er Jahre erreicht haben wird. An diesem Höhepunkt wird sich – endlich – großflächiger Widerstand formiert haben werden.“

Hintergrund

Seit dem Sommer 2014 agiert das Theater/Performance/Label müller***** (labelmüller.de) als Institut für Widerstand im Postfordismus und untersucht zukünftige gesellschaftliche Prozesse und Praktiken. Mit dem Duktus der Propaganda entwickelt es in seinen performativen Interventionen unter dem Dach des Instituts eine faktionale Utopie, zuletzt u.a. bei Art in Resistance / SPIELART Festival in München und regelmäßig mit seiner Reihe „Forschen am Widerstand im Postfordismus – Work in Progress“ in der Vierten Welt.

http://institut-wip.de/about/
facebook.com/institut.wip

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