Open Call für Politik, Kunst & X als Beitrag zur Konferenz „Wem gehört die Kunst?“


Vom 24-26.2.2017 findet im Ringlokschuppen die Konferenz „Wem gehört die Kunst?“ statt, 
auf der politische und künstlerische Praktiken gemacht und vermittelt werden. 
Wer an der Konferenz teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden: wemgehoertdiekunst.de
Zusätzlich sind für die Vorbereitung von z.B. Workshops, Arbeitskreisen, Vorträgen, Aktionen oder künstlerischen Arbeit aller Genres für die Konferenz 9000 € zu vergeben. Das offizielle Anmeldeformular findet ihr hier: wemgehoertdiekunst.de
Die Mittel werden am 18.1.2017 in einer gemeinsamen Mittelvergabe verteilt.

Hier der gesamte Ausschreibungstext, direkt übernommen von wemgehoertdiekunst.de, wo ihr in Zukunft alles über das Projekt findet.

Labore: Jetzt bewerben!

Ab sofort könnt Ihr Euch für die Labore im Januar und Februar bewerben.
Die Labore dienen der Vorbereitung des Kongresses, indem dort Workshops, künstlerische Arbeiten, Lectures, Vorträge oder Interventionen und Aktionen erarbeitet werden, die sich mit den Themen von „Wem gehört die Kunst?“ auseinandersetzen. Form und Inhalt eurer Idee(n) für die Laborarbeit sollte im Anmeldebogen an entsprechender Stelle beschrieben werden.
Allgemein stehen alle Labore unter der größeren Fragestellung und dem Forschungsinteresse „Was bedeutet politische Kunstpraxis unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen“ und der thematischen Rahmung „Ästhetisierung von Politik / Politisierung von Kunst“.

Fragen, die sich darum diskursiv gruppieren würden, könnten sein:

Wie steht es gegenwärtig um den Kunstbegriff an sich?
Welche Konsequenzen sind von der voranschreitenden Ökonomisierung der Kunst zu erwarten?
Ist Kunst ein Teil der Kreativwirtschaft oder eine autonome Sphäre?
Wem gehört die Kunst?
Welche Rolle kann Kunst in einer sich radikal verändernden Wirklichkeit einnehmen und für welche Arbeitsbedingungen müssen Künstler_innen streiten?
Soll Kunst nützlich sein?
Was kann eine Kunstpraxis im Kapitalismus heute bedeuten?
Und wie kann eine sinnvolle Förderung von freischaffenden Künstler_innen in Zukunft aussehen?

Diese Fragen sind Beispiele eines inhaltlichen Impulses. Die individuelle Aneignung der Fragestellung ist explizit vorgesehen. Ihre Weiterführung, Ergänzung, Schärfung oder auch Korrektur und Erneuerung sind gewünscht.
Die Arbeitsergebnisse der Labore werden Teil des Kongresses sein, wodurch Ihr direkt Einfluss auf den Inhalt und das Programm nehmt. In dieser Phase können sich ca. 10 Personen auf 1-2 Wochen Laborzeit bewerben. Hierzu kann an verschiedenen kulturellen, wie politischen Institutionen Residenz bezogen werden:

Ringlokschuppen Ruhr (MH)
Lokal Harmonie (DU)
Alibi (Essen)
Schauspielhaus Bochum (BO)
Druckluft (OB)
Angefragt sind auch: AZ Mülheim (MH) // Rottstr 5 (BO)

Die Labore finden in der Zeit vom 23.1.2017 bis zum 19.2.2017 statt. Hierzu muss im Anmeldebogen das bzw. die entsprechende/n Zeitfenster angekreuzt werden. Sollte eine andere Zeitspanne als „Montag bis Sonntag“ notwendig sein, kann dies ebenfalls angegeben werden.

Für die Labore gibt es eine Vergütung. Zur Teilnahme muss ein Werk-/Honorarvertrag abgeschlossen und eine Rechnung an uns gestellt werden.
Es stehen insgesamt 9.000,- EUR zur Verfügung. Die Mittel werden am Mittwoch, 18.1.2017 um 18 Uhr im Ringlokschuppen Ruhr in einer gemeinsamen Selbstjurierung verteilt:
Die Juryarbeit beginnt mit gegenseitigen Informationen zu allen Vorschlägen, wobei Abwesende von Anwesenden vertreten werden (können). Es folgt ein inhaltlicher Austausch und eine Diskussion über die je benötigten Mittel. In dieser kollektiven Reflexion argumentieren die Teilnehmer_innen nicht für ihr eigenes Projekt, sondern nehmen vielmehr Partei für andere. Dies soll Konkurrenzgedanken abbauen und zu einer solidarischen Praxis führen.

Titelbild:„Die Philosophie thront inmitten der Sieben Freien Künste“ – Darstellung aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (um 1180)
Dieses Foto wurde von Dnalor_01 erstellt und unter nachfolgend aufgeführter Lizenz veröffentlicht. Das Bild kann frei verwendet werden solange der Urheber, die Quelle (Wikimedia Commons) und die Lizenz (CC-BY-SA 3.0) unmittelbar beim Bild genannt wird.

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