Category Archives: Statement

19 Dez
„Wem gehört die Kunst?“ – Ausschreibung online

Liebes X und liebe Alle*! Da ist es nun das Projekt: “Wem gehört die Kunst?” “Das Bündnis von Netzwerk X, Ringlokschuppen Ruhr und Urbane Künste Ruhr lädt ein, dieses Thema gemeinschaftlich zu untersuchen,” heißt es in der Ausschreibung. Der Ausgangspunkt des Projekts war die Intervention einer Delegation des Netzwerk X im Ringlokschuppen Ruhr bei einer Veranstaltung von Urbane Künste Ruhr. Um Position zu beziehen gegen die “gamification” bzw. – im weiteren Sinne – die Ästhetisierung

24 Nov
Kreativwirtschaft? Auch bei IKF gilt : Nicht mit uns.

Mit der „Individuelle Förderung von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen“ (falsch kurz: IKF) geht die einseitige Auflösung des „Unterschied[s] zwischen einem kritischen und einem pragmatischen Kunst- und Kulturbegriff zugunsten des zweitgenannten“ (Zitat: s.u.) in die nächste Runde. Ausgeführt durch das „European Centre for Creative Economy“, welches sich schon für die Entwicklung und Betreuung der sog. „KreativQuartiere“ verantwortlich zeichnet, wird IKF weiter die neoliberale Agenda von Vereinzelung, Leistungsdruck, CV-Tuning und Entsolidarisierung vorantreiben. Auch die Kunst als Schutzraum

04 Okt
Arm Aber Frei – Prekär, Privilegiert & Ausgebeutet – Frei ohne Geld

Diese Zitate wurden als Diskussionsgrundlage für die Veranstaltung „Prekär, Privilegiert & Ausgebeutet – Frei ohne Geld“ am 29.9.2015 im Rahmen von „Netzwerk X beim Festival n.a.t.u.r.“ zusammen gestellt. “Es gibt Gründe, warum Künstler sich zurückhalten. Hohe Gagen sind in der Regel subventioniert, was die Idee einer halbwegs gerechten Verteilung nahelegt. Tatsächlich sollte da klug abgewägt werden. Überdies stehen Künstler grundsätzlich im Verdacht, Spaß zu haben bei der Arbeit, ein schwerwiegender Vorwurf.” Birgit Walter, http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10423:2015-01-09-10-12-47&catid=53&Itemid=83 “Ich

02 Apr
Sprachen des Widerstands – Perspektive einer gemeinsamen Anstrengung : Ein Gespräch mit J. Hendrix Ende & Julia L. Reinermann

Ende: Was mir durch den Kopf geht ist das folgende Argument: Lässt sich durch eine wissenschaftliche Herangehensweise eine Beschreibung politischer Aktionsformen finden, die es ermöglicht aus der legalistischen Bewertung dieser auszubrechen? Julia: Dieser fragende Gedanke kann zu ganz grundsätzlichen Fragen führen: Was bedeutet für uns Politik heute? Ist die Ordnung von sozialen Strukturen und Veränderungen nicht Ausdruck des Legalismus (kann man in Deutschland überhaupt so davon sprechen)? Und wenn nicht, wie können Alternativen gestaltet werden? Ende: Es geht darum politisch

20 Okt
Anerkennung heißt Ermöglichung – Für die Avanti-Bewegung in Dortmund!

Die Aktivist*innen des AVANTI Zentrums haben in Dortmund wieder eine Kirche besetzt. Binnen einer Nacht war die Kirche wieder geräumt. Wir unterstützen die auf vielen Ebenen geführte Anstrengung der Aktivist*innen ihr Projekt umzusetzen. Es geht darum ein Soziales Zentrum in der äußerst armen Dortmunder Nordstadt zu errichten. Anders als Vorhaben, die von Institutionen und Privatpersonen mit Geld unternommen werden, agiert die Avanti Bewegung ohne Förderprogramm, Spendentopf oder Spareinlage. Ihre Aktivitäten nehmen Ausgang von der Einsicht

21 Sep
„Wir haben die Schlüssel“ – Ein Demonachbericht aus Essen

>>>ARTIKEL ENTSPRICHT DEM ETWAS BESSSER FORMATIERTEN HIER : http://kampagne-affe.de/?p=189<<< Am vorgestrigen Freitag (19.09.2014) fand, wie angekündigt, unsere Tanzdemo vom Essen-Westbahnhof zur Krupp-Hauptverwaltung statt. Etwa 150 Menschen versammelten sich vor dem Westbahnhof und zogen teils bunt, teils entschlossen oder auch beides durch Essen-West um sich für Freiräume stark zu machen. Viele unterschiedlichste Freiraum-Gruppen aus dem gesamten Ruhrgebiet waren vor Ort und brachten ihre Energie ein um für Freiräume und ein Leben fernab von Normativität zu kämpfen;

29 Aug
Polizei „räumt“ AVANTI-Zentrum in Dortmund

Auf Grund einer von außen kaum nachvollziehbaren Logik hat die Dortmunder Polizei die Albertus-Magnus Kirche in Dortmund heute morgen zuerst beschlagnahmt und anschließend alle Personen des Hauses verwiesen. Von einer Räumung kann in diesem Fall nicht gesprochen werden, als dass die Polizei ausgehend von dem Vorwurf, dass vor einer Woche Steine aus der Kirche geworfen worden wären, den Tatort abgesichert hat. Die Steinwürfe sollen stattgefunden haben, als über 60 Teilnehmer einer Demonstration der bekanntermaßen brutalisierten,

27 Aug
UZDO-Soli-Statement für AVANTI-Zentrum in Dortmund

Die Initiative Utopisches Zentrum Dortmund beglückwünscht die Initiative Avanti zur Verwirklichung der Utopie einer erfolgreichen Hausbesetzung in dieser Stadt. Wir begrüßen die Neunutzung der Kirche am Borsigplatz und setzen auf die Unterstützung der Öffentlichkeit. Avanti steht in einer Reihe von 5 Besetzungen in 4 Jahren im Ruhrgebiet und ist die dritte große Demonstration für den Raumbedarf der sub/kultur/polit-szene in Dortmund (Kronenbraurei + Museum am Ostwall 2010). Die Avanti Strategie ist kämpferischer als UZDO, und das

05 Jun
# Kybernetische Kulturpolitik, ihre neokolonialen Formatierungen u. die daraus resultierende Einebnung von Freiräumen am Bsp. des Freien Kunst Territoriums (FKT)

…dazu Finissage der Werkstattausstellung von Uwe Siemens. Wo? Rottstr5 Kunsthallen Rottstrasse 5, 44793 Bochum Wann? 06.06.14. – 20 Uhr Wer Zweifel hat an der Industriepaternalischen Logik einer kybernetischen Kulturpolitik, die sich Kreativquartierentwicklung als komplexe Maschine vorstellt, die, nachdem ihre Hardware einmal zusammensetzt ist, mit einer projektgenerierenden Software bespielt wird zur immer aufwändigeren Simulation einer Metropolenkultur im Ruhrgebiet, die keineswegs einer nachhaltigen, urbanen Transformation aus den Stadtteilen heraus dient, sondern eine permanent mobilisierte Army of Artists

26 Mai
„Transformationen von Kunst aus, die keineswegs behindert werden können durch die autokrate Visionslosigkeit des Bochumer Kulturdezernats“ – Stellungnahme zum Verkauf des Freien Kunst Territoritums (FKT) in Bochum von Georg Mallitz, Kurator der Rottstr5Kunsthallen

Liebe Freund*innen der KunsthalleN, wir trauern zusammen mit dem „FKT“ um das Gebäude, zu dem die Künstler*innen vor einigen Jahren Zuflucht genommen haben, um hier ein „Freies Kunst Territorium“ entstehen zu lassen. Am 23.5. ist dieses Gebäude, in dem wir zusammen mit dem „FKT“ und dem „Stadtteilzentrum Westend“ als „Kunst Verbund Westend“ Grosses vorhatten, verkauft worden. Details entnehmt bitte folgendem Artikel von Honke Rambow in „Ruhrbarone“, der an Klarheit u. Präzision nichts zu wünschen übrig

11 Aug
Musikzentrum Bochum – Eine Bankrotterklärung der überregionalen Kulturpolitik unserer Zeit

Zum Thema Musikzentrum wurde schon viel geschrieben. Der Bau im Viktoriaquartier ist beschlossene Sache. Irritierend liest sich die Argumentation auf der Homepage des Musikzentrums unter dem Punkt „Kann sich Bochum ein Musikzentrum leisten“: „Das Musikzentrum in der Innenstadt ist eine wichtige Investition in Kultur, Bildung und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Die Investition mit einer Förderquote von über 90 Prozent auszuschlagen, kann sich unsere Stadt nicht leisten.“1 Wie, ein Musikzentrum fast geschenkt?! Klar, das nehmen wir.

20 Jun
NACHBERICHT ::::: Sa 22.6. – „KUNST STATT KONSUM“ Aktionistische Solidaritätskundgebung vor dem Limbecker Platz

Nur kurz sei an dieser Stelle auf den schönen Verlauf unserer Innnenstadtaktion verwiesen. Neben mitreißender Musik an den Grenzen des Ästhetischen konnten wir Vorträge und Solidäritätsbekundungen an teilweise ca. 150 Menschen im Publikum weitergeben. – Solidarität mit dem AZ- Köln – „Kein Tag ohne“ – http://az-koeln.org/keintagohne/ – Solidärität mit den Protestierenden im Gezi Park & der Türkei z.B. hier https://www.facebook.com/ResistanbulRuhr?filter=1 – Solidarität mit dem „Refugee Tribunal against Germany“ http://www.refugeetribunal.org/ – Aufruf gegen das „Wagner-Jahr“ vgl.

08 Feb
X:PIKS – ein kulturpolitischer Vorschlag

Hier für alle, die unten nichts sehen, der Vorschlag als Link – die PDF-Einbettung wird alsbald überarbeitet! http://netzwerk-x.org/wp-content/uploads/X-PIKS-Uebersicht2Seiten.pdf Hier gehts zur ausführlicheren Fassung mit zusätzlichen Basis-Infos über das Netzwerk X und mehr Text http://netzwerk-x.org/wp-content/uploads/X-PIKS-Vorschlag5Seiten.pdf KURZFASSUNG LANGFASSUNG

31 Okt
Traumzeit – eine Kulturgeschichte

von Joscha Hendricksen Aus tagesaktuellem Anlass sei auf die fantastische Geschichte eines Rettungsversuchs hingewiesen, der an den Selbststeuerungsmechanismen einer Stadt scheiterte, die eine beispielhaft große Menge Sand im Getriebe hat. Lesen Sie selbst! Ich empfehle insbesondere das Statement von Tim Isfort und lasse es bei dem Hinweis bewenden, dass diese Art institutionellen Aushebelns kultureller Projekte kein Einzelfall ist. Seid gewarnt und ändert was! …ach und bevor Sie etwas falsch verstehen, das Traumzeit 2013 findet natürlich