8 Hausbesetzungen im Ruhrgebiet 2010-2015 – eine Chronologie


18.07.2010
DGB-Haus Essen
Freiraum2010
„Und diese Besetzung ist erst der Anfang! Wir wollen nicht nur die Galerie wir wollen im DBG ein Kunsthaus – von KünstlerInnen gemacht- aufbauen, dass mindesten 400 Jahre steht. Nachhaltigkeit pur!“
-> Zwischennutzung Lukas-Kirche
Nov 2010 – Mai 2011

13.08.2010
Kronenbrauerei Dortmund
UZDO – Utopische Zentrum Dortmund
„Wenn demokratische Stadtentwicklung und der strukturelle Kulturwandel im Ruhrgebiet das Hochglanzpapier wert sein sollen, auf dem sie gedruckt sind, ist die Schaffung eines unabhängigen und ungebändigten Kulturzentrums unabwendbar.“
„Leuchtturmpolitik und ihre Projekte, als Alleinstellungsmerkmale im inter-/nationalen Standortwettbewerb der Städte lehnen wir ab. Das Spannungsfeld des städtischen Alltags und seiner Widersprüche hat stets mehr zu bieten, sodass neben Hochkultur auch Platz für Konter-/ und Subkultur sein muss.“
http://www.pflichtlektuere.com/15/10/2010/besetzt-die-neunte-stadt/
-> Zwischennutzung Museum am Ostwall
-> Stadt ohne Geld
„„Mit unserer Initiative wehren wir uns entschieden gegen ihre Vorstellungen und Aktivitäten einer in allen Bereichen durchgewirtschafteten Zwangsgemeinschaft. (…) Sie geben sich der Illusion hin, Kreativität sei planbar und strategisch einsetzbar. Es scheint sie wollen die unnützen KünstlerInnen gezielt ansetzen auf die Lösung städtischer Probleme.“
http://uzdortmund.blogsport.de/images/uzdoleitlinie_03.pdf

03.12.2011
Hauptschule Duisburg Laar
DU IT YOURSELF
-> Nachttanzdemos 2012/2013
“Wir fordern von der Stadt Duisburg nicht viel, denn wir haben keine Illusionen, was eine Unterstützung von Seiten der Stadt angeht; wir fordern: Haltet Euch raus und lasst uns und allen Duisburgerinnen und Duisburgern eine schöne Woche, in der wir unser Leben in dieser Stadt gestalten, wie wir es uns vorstellen und eine offene Diskussion über eine Stadtentwicklung, die alle Teile der Bevölkerung mit einbezieht, anstoßen können. Einkaufszentren finden sich schon genug in dieser Stadt, in welcher ein Großteil der Bevölkerung nicht das Geld hat, dort shoppen zu gehen.”
https://awlbdu.wordpress.com/kommunique/

22.06.2013
Besetzung ehem. Hauptschule Bärendelle, Essen
PLENUM BÄRENDELLE
-> Gründung der Bürgerinitiative Bärendelle
-> Bärendelle wird in Zukunft zum Teil als soziokulturelles Zentrum genutzt

28.07.2014
Thyssen-Krupp Gelände auf dem Hügel, Essen
Rat der Rä.P.U.B.L.I.K / Kampagne AFFE
-> Antirassistische Freiraumdemo 10.10.2015

22.08.2014
Albertus-Magnus-Kirche, Dortmund
AVANTI
„Der neoliberalen Ideologie der Verwertbarkeit aller Lebensbereiche und der Unterordnung aller Menschen unter die unmenschlichen Spielregeln der Profitmaximierung wollen wir solidarische Alternativen entgegensetzen und praktizieren. Unser Freiraum soll ein Ort gegenseitiger Hilfestellung, freien Lernens, freier Gedanken und freier Kunst sein.“
http://avantizentrum.noblogs.org/grundsatzerklarung/
-> Freiraumtage 2015

04.04.2015
Bornstr. 245, Dortmund
„Warum dieses Gebäude? Weil es leer steht. Viele Menschen in der Nordstadt suchen einen Platz für Dinge, die sie gerne organisieren möchten. Gleichzeitig stehen viele Immobilien ungenutzt leer. Wir halten es für illegitim, Räume ungenutzt zu lassen, weil sich keine profitable Nutzung, also ein Käufe oder Mieter finden lässt. Uns geht es dabei nicht darum, anderen etwas wegzunehmen und Räume einer Sinnvollen Nutzung zu entziehen. Allzu oft liegen Gebäude aber über Jahre brach – und da kommen wir ins Spiel.“
http://avantizentrum.noblogs.org/post/2015/04/11/polizei-raumt-besetzten-supermarkt/#more-1301

10.04.2015
Ehemaliger Supermarkt im Lütgenholz 43, Dortmund
„Wir wollen die leeren Räume nutzen, um sie zu einem sozialen, selbstverwalteten Zentrum umzugestalten. Anstelle von Ausbeutung wird es dort Freiraum geben, in dem Menschen ihren Alltag miteinander verbringen können. Dort soll Platz sein für Projekte wie einen Umsonstladen, Workshops, Vorträge, Diskussionen, Kunstausstellungen, Partys, Treffen von Gruppen und Initiativen, eine Küche für alle und vieles mehr. Kurz: Es soll ein Ort sein, an dem Menschen sich treffen, vernetzen und unterstützen können. Es soll ein Ort sein, wo wir die alltäglichen Probleme mit denen jede*r auf verschiedenste Weise zu kämpfen hat, nicht mehr alleine sondern gemeinsam bewältigen können.“
https://de.indymedia.org/node/4137

 

Diese Chronologie entstand für die Diskussion
„Von Leerständen und Freiräumen, Besetzungen und Bürgerinitiativen“
am 28.9. im Rahmen von „Netzwerk X beim Festival n.a.t.u.r.“

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